Vor dem angekündigten starken Temperatursturz hat das Kroatische Institut für öffentliche Gesundheit (HZJZ) die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Mit konkreten Empfehlungen will die Behörde helfen, gesundheitliche Risiken während der eisigen Winterperiode zu vermeiden.
Längere Aufenthalte in extremer Kälte können schwere gesundheitliche Folgen haben. Dazu zählen Erfrierungen, Frostschäden an Haut und Gliedmassen sowie eine gefährliche Unterkühlung des Körpers. In schweren Fällen kann Hypothermie lebensbedrohlich sein, warnt das HZJZ.
Empfehlungen für die Bevölkerung
Verfolgen Sie regelmässig die Wetterprognosen und offizielle Kältewarnungen. Aufenthalte im Freien sollten auf das Notwendigste beschränkt werden.
Tragen Sie mehrere Schichten warmer Kleidung aus gut isolierenden Materialien wie Wolle. Die äussere Kleidung sollte wind- und wasserdicht sein.
Schützen Sie Kopf und Ohren mit einer Mütze, Hände mit Handschuhen. Ein Schal vor Mund und Nase hilft, kalte Luft nicht direkt einzuatmen – besonders wichtig für Menschen mit Herz- oder Atemwegserkrankungen.
Warme, rutschfeste und wasserabweisende Winterschuhe sind unerlässlich.
Menschen mit chronischen Erkrankungen, insbesondere des Herz-Kreislauf- oder Atmungssystems, sollten Aufenthalte im Freien in den frühen Morgen- und späten Abendstunden meiden.
Bei Schnee, Eisregen oder Glatteis ist erhöhte Vorsicht geboten. Rutschige Gehwege und Strassen erhöhen das Risiko von Stürzen und Knochenbrüchen deutlich.
Vermeiden Sie schwere körperliche Arbeit im Freien sowie Aktivitäten, die zu schnellem oder tiefem Atmen führen.
Achten Sie auf alleinlebende Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn und bieten Sie Unterstützung an.
Nehmen Sie Kältegefühl und Zittern ernst. Diese Symptome sind Warnsignale des Körpers und zeigen an, dass es Zeit ist, sich aufzuwärmen.
Bei ersten Anzeichen von Unterkühlung oder Erfrierungen – wie Taubheitsgefühl, Gefühlsverlust in Fingern oder Zehen, blasser Haut oder Schmerzen – suchen Sie sofort einen warmen Ort auf.
Entfernen Sie nasse Kleidung und wärmen Sie die betroffene Person langsam, zum Beispiel mit Decken. Direkte Hitzequellen sind zu vermeiden.
Warme, alkoholfreie Getränke wie Tee oder Suppe können unterstützend wirken. Ziehen Sie in jedem Fall medizinische Hilfe bei.
Notrufnummern in Kroatien:
Rettungsdienst 194 | Notruf 112