Die Inflationsrate in Kroatien ist im Januar 2026 erneut leicht gestiegen. Wie das Kroatische Statistikamt (DZS) mitteilt, lag der Preisanstieg gemessen am Verbraucherpreisindex bei 3,4 Prozent im Jahresvergleich. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 erhöhten sich die Preise um 0,3 Prozent.
Nach einer leichten Abschwächung zum Jahresende 2025 bedeutet der Januar damit wieder eine moderate Beschleunigung der Teuerung. Besonders deutlich verteuerten sich erneut die Dienstleistungen, deren Preise im Jahresvergleich um 7,2 Prozent stiegen. Auch Energie legte mit 3,7 Prozent spürbar zu, während Lebensmittel, Getränke und Tabak um 3,0 Prozent teurer wurden. Industriegüter ohne Energie verzeichneten hingegen nur einen minimalen Anstieg von 0,1 Prozent.
Auf Monatsbasis stiegen im Januar vor allem die Preise für Dienstleistungen (+2,2 Prozent) sowie für Energie (+1,8 Prozent). Lebensmittel, Getränke und Tabak verteuerten sich um 1,0 Prozent, während die Preise für nicht-energetische Industriegüter deutlich sanken (–3,4 Prozent).
Auch die Daten von Eurostat bestätigen den anhaltenden Preisdruck. Laut der ersten Schätzung lag die Inflationsrate gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) in Kroatien im Januar bei 3,6 Prozent. Einen höheren Wert verzeichnete in der Eurozone lediglich die Slowakei mit 4,2 Prozent.
Der Durchschnitt der Eurozone lag im selben Zeitraum bei 1,7 Prozent. Erstmals wurden zudem Inflationsdaten für Bulgarien, das seit diesem Jahr Mitglied der Eurozone ist, veröffentlicht. Dort betrug die Inflationsrate im Januar 2,3 Prozent.
Die endgültigen Inflationsdaten für Kroatien nach der europäischen Konsumklassifikation ECOICOP will das Statistikamt am 24. Februar veröffentlichen.