Die Stimme Kroatiens

18:53 / 21.01.2026.

Autor: Tonči Petrić

Donald Trump fordert „sofortige Verhandlungen“ zu Grönland

Screenshot: Donald Trump in Davos
Screenshot: Donald Trump in Davos
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US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Rede gehalten, die für politische Spannungen sorgte. Mehrere hochrangige Vertreter der Europäischen Union blieben der Veranstaltung fern und verließen Davos noch vor Trumps Ankunft.

Trump eröffnete seine Ansprache mit den Worten, er spreche „zu Freunden und zu einigen Feinden“, und stellte dabei den wirtschaftlichen Kurs seiner Regierung als den größten wirtschaftlichen Aufschwung in der Geschichte der Vereinigten Staaten dar. Zugleich übte er deutliche Kritik an Europa und sagte Venezuela eine wirtschaftlich prosperierende Zukunft voraus.


Mit Blick auf Grönland – von ihm als „Stück Eis“ bezeichnet – kündigte Trump an, dass er „unverzüglich Verhandlungen“ über eine Übernahme Grönlands durch die USA anstrebe. Gewalt sei dabei nicht nötig: „Ich muss keine Gewalt anwenden“, betonte er.


Eine einfache „Lizenzvereinbarung“ zur Nutzung der Insel komme für ihn nicht infrage. „Wer würde schon eine Lizenz verteidigen?“, fragte der Präsident rhetorisch. Die USA hätten nur ein Ziel: das Land selbst – „auf dem wir den größten Golden Dome errichten werden“, eine Anspielung auf ein geplantes Raketenabwehrsystem.


Europa bezeichnete Trump zwar weiterhin als wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten, äußerte jedoch erhebliche Zweifel an dessen Zukunftsfähigkeit. Die EU sei nicht mehr von Stärke und Zusammenhalt geprägt, sondern leide unter hohen Defiziten und massiver Migration.


Auch die NATO nahm der US-Präsident ins Visier. Trump zweifelte in seiner Rede die Unterstützung der NATO‑Verbündeten an. „Das Problem mit der NATO ist jedoch, dass wir zu 100 Prozent für sie da sein werden, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie für uns da sein wird, wenn wir sie rufen“, sagte er. Insbesondere die aus seiner Sicht unzureichende finanzielle Beteiligung europäischer Mitgliedstaaten sei problematisch. Während des Kalten Krieges habe Europa unter dem Schutz der USA gestanden, die dabei den Großteil der finanziellen Last getragen hätten. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, so Trump, diese Beiträge einzufordern.


„Freundschaft ist das eine, Finanzen sind etwas völlig anderes“, sagte der US-Präsident abschließend.


Quelle: HRT

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