Die Stimme Kroatiens

20:43 / 03.02.2026.

Autor: Antunela Rajič

Ina startet Testbetrieb der neuen Anlage in der Raffinerie Rijeka

Illustration
Raffinerie Rijeka
Foto: Goran Kovacic / PIXSELL

Die Ina hat in ihrer Raffinerie in Rijeka die entscheidende Phase des Testbetriebs einer neuen Anlage zur Verarbeitung schwerer Rückstände begonnen. Dabei werden erstmals Prozessflüssigkeiten eingesetzt, um die Funktionalität der Ausrüstung unter realen Bedingungen zu überprüfen, bevor die Anlage offiziell in Betrieb geht, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Probebetrieb der gesamten Anlage ist für März 2026 geplant.

Das funktionale Testen markiert den Moment, in dem ein zuvor „kalt“ getestetes System nach und nach mit Prozessflüssigkeiten gefüllt wird, zunächst mit Hilfsmedien wie Dampf, Wasser und Brenngas, danach mit den eigentlichen Erdölprodukten, alles unter streng überwachten Bedingungen bezüglich Druck, Temperatur und Sicherheit.


Ziel dieser Phase ist es, die Ausrüstung, Automatisierung, Schutzsysteme und Prozessstabilität zu prüfen, bevor die Anlage in den kommerziellen Probebetrieb übergeht. Die Testphase wird mehrere Wochen dauern, danach erfolgt der schrittweise Hochlauf bis zur vollen Betriebsbereitschaft.


Goran Pleše, Betriebsleiter der Raffinerie bezeichnete diesen Schritt als einen weiteren Meilenstein für die vollständige kommerzielle Produktion der neuen Anlage:

"Dies ist eine der anspruchsvollsten Phasen des komplexen Energieprojekts, weil wir erstmals Prozessflüssigkeiten einsetzen und alle technologischen und Sicherheitsfunktionen unter realen Bedingungen testen. Unser Ziel ist ein kontrollierter, sicherer und schrittweiser Ablauf nach den höchsten Industrie-Standards."


Pleše fügte hinzu, dass im Verlauf des Jahres 2026 mit einem vollumfänglichen Betrieb des gesamten Komplexes gerechnet wird.


Die Aufrüstung der Raffinerie Rijeka, mit Investitionen von nahezu 700 Millionen Euro, ist das bislang größte Einzelprojekt in der Geschichte von Ina und zählt zu den wichtigsten Industrieprojekten Kroatiens.

Die Arbeiten umfassen:

Die neue Anlage zur Verarbeitung schwerer Rückstände (DCU)

Modernisierung bestehender Anlagen

Bau eines neuen Hafens und Silozentrums

Geschlossene Transportanlagen für Koks

Eine neue Umspannstation, die größte des Landes, für eine zuverlässige Stromversorgung des neuen Komplexes


Dank des Projekts wird der Rijeker Raffineriekomplex zu einer der technologisch fortschrittlichsten Anlagen der Region. Sie zeichnet sich durch höhere Energieeffizienz, bessere Nutzung von Rohöl und einen größeren Anteil hochwertiger Produkte aus. Mit Inbetriebnahme der DCU-Anlage erwartet Ina eine Steigerung der Dieselproduktion um bis zu 30 Prozent sowie eine erhöhte Herstellung anderer hochwertiger Destillate. Gleichzeitig reduziert sich der Importbedarf, insbesondere während der Sommer-Tourismus-Saison, in der der Verbrauch am höchsten ist.


Die Anlage eliminiert zudem die Notwendigkeit, Vakuumgasöl zu importieren, das auf dem europäischen Markt überwiegend aus Russland stammt. Damit wird die Energiesicherheit Kroatiens gestärkt und die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen verringert.


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