Die Zahl der Rückkehrer nach Kroatien wächst. Das zuständige Ministerium kündigt neue Förderprogramme an, um den Trend zu unterstützen.
13:52 / 04.02.2026.
Autor: Antunela Rajič
Autor:
Antunela Rajič
Veröffentlicht:
04. Februar 2026, 13:52
Die Zahl der Rückkehrer nach Kroatien wächst. Das zuständige Ministerium kündigt neue Förderprogramme an, um den Trend zu unterstützen.
Währenddessen gewöhnen sich die Rückkehrer Schritt für Schritt an ihr neues Leben in der Heimat.
Die Familie Matešić aus Zagreb erzählt von ihrem Weg zurück:
"Wenn das erste Kind geboren wird, überdenkt man automatisch sein Leben: ‚Sehe ich mich hier langfristig, bis zum Lebensende?‘ Wir haben gemerkt: Nein. Der Wunsch, nach Rückkehr in die Heimat, ist mit jedem Jahr stärker geworden“, sagt Ivana Matešić.
Für die Familie Matešić reichten die gelegentlichen Besuche aus Deutschland nicht mehr. Vor einem Jahr packten sie deshalb die Koffer und kehrten endgültig zurück.
Auch das Ministerium verzeichnet immer mehr Anfragen. Besonders beliebt ist das Programm „Biram Hrvatsku“, das Rückkehrern Unterstützung zwischen 7’000 und 27’000 Euro für die Gründung eines eigenen Unternehmens bietet. Daneben gibt es steuerliche Vergünstigungen. Rückkehrer profitieren von Steuererleichterungen von durchschnittlich 2’700 Euro über fünf Jahre.
"Immer mehr junge, berufstätige Menschen kehren zurück. Das widerlegt das Klischee, dass Kroatien nur für Pensionierte attraktiv ist", erklärt Mladen Barač, Staatssekretär im Ministerium für Demografie und Migration.
Um den Trend zu stärken, werden neue Programme entwickelt. Gleichzeitig sollen bestehende Hindernisse abgebaut werden.
"Ein grosses Thema ist die Anerkennung von Diplomen, insbesondere von Abschlüssen aus Nicht-EU-Staaten. Die Nostrifikation kostet oft viel Geld und stellt eine Hürde dar. Unser Ministerium arbeitet daran, diese Kosten zu reduzieren", sagt Barač.
Die Gründe für die Rückkehr sind für viele Familien aber nicht nur beruflicher Natur.
"Ein Jahr in Kroatien fühlt sich für mich wie zehn Jahre Therapie an. Ich kann von zu Hause arbeiten, meinen Garten geniessen, ans Meer oder nach Opatija fahren – was will man mehr?ž2, sagt Renato Matešić.
Für die Familie Matešić ist klar: Das Leben in der Heimat tut ihnen gut.
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