Die Stimme Kroatiens

21:59 / 23.06.2021.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Abgeordnete im kroatischen Sabor kritisieren EU-Resolution für liberale Abtreibungsgesetze

Predrag (Fred) Matić

Predrag (Fred) Matić

Foto: Luka Stanzl / PIXSELL

Einige Abgeordnete im kroatischen Parlament sprachen sich gegen den Matić-Bericht aus. 

Das Plenum des Europäischen Parlaments wird Morgen über die EU-Resolution für liberale Abtreibungsgesetze abstimmen. Der Resolutionsentwurf unter Federführung des kroatischen Sozialdemokraten Predrag Matić sieht vor, dass das EU-Parlament die 27 Mitgliedstaaten zum Schutz sexueller Rechte insbesondere von Frauen und Mädchen aufrufen soll. Einige Abgeordnete des kroatischen Parlaments kritisierten heute den sogenannten Matić-Bericht, der unter anderem Abtreibung zum Menschenrecht deklarieren möchte und ihrer Meinung nach die Gewissensfreiheit von Ärzten untergrabe.


Hrvoje Zenaković von den Kroatischen Souveränisten betonte: "Es geht um die EU-Resolution für liberale Abtreibungsgesetze mit dem unser Kollege Fred Matić allen EU-Mitgliedstaaten aufzwingen möchte, Abtreibungen zuzulassen. "


Marija Selak Raspudić erklärte, dass das Parlament damit seine Befugnisse überschreiten würde. 


Marijana Puljak von der Centar-Partei und Glas äußerte: "Ich habe eine 25-jährige Tochter und ich habe eine 15-jährige Tochter, die bald 16 Jahre alt wird. Ich würde ihnen nie zu einer Abtreibung raten, aber ich werde ihr Recht verteidigen, diese Entscheidung zu treffen. "


Bojan Glavašević vom Links-grünen Block fügte dem hinzu: "Unsere Kolleginnen und Kollegen in der HDZ haben viel Wirrwarr um Matićs Bericht gemacht und klopfen sich seit Tagen auf die Schulter, um zu beweisen, dass sie wahre Konservative und wachsame Hüter der Vormauer des Christentums sind."





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