Zadar hat es offiziell in die engere Auswahl für den prestigeträchtigen Titel der Europäischen Hauptstadt des Tourismus 2027 geschafft. In der Kategorie der Städte mit 25'000 bis 100'000 Einwohnern gehört die dalmatinische Stadt zu den acht verbliebenen Kandidaten.
Zadar tritt dabei unter anderem gegen die spanische Inselstadt Ibiza und das französische Calais an. Entscheidend für die Auswahl sind jedoch nicht in erster Linie Besucherzahlen, Übernachtungen oder touristische Attraktionen.
«Wir mussten zeigen, wie wir die Touristenströme nachhaltig steuern und welche Projekte dazu beitragen, das Leben unserer Bürgerinnen und Bürger zu verbessern», erklärte Iva Bencun, Direktorin des Tourismusverbandes der Stadt Zadar.
Zu den eingereichten Projekten gehören unter anderem der Ausbau der Wasser- und Abwasserinfrastruktur entlang der Küste sowie Massnahmen zur ökologischen und grünen Stadtentwicklung.
Auch mit Blick auf die touristische Nachsaison zeigt man sich in Zadar optimistisch. Die Zahlen lägen derzeit etwa auf dem Niveau des Vorjahres, erklärte Bencun.
Besonders erfreulich sei, dass die Zahl der Gäste leicht gestiegen sei und die Zahl der Übernachtungen um rund 2,5 Prozent zugenommen habe. Dies deute darauf hin, dass die Besucherinnen und Besucher länger in der Stadt bleiben.
In den kommenden Tagen steht mit der Technologieveranstaltung Infobip Shift ein weiterer wichtiger Anlass auf dem Programm. Internationale Fachleute und führende Technologieunternehmen kommen dabei ausserhalb der klassischen Sommersaison nach Zadar.
«Wir haben erstklassige Fachleute und weltweit führende Technologieunternehmen, die ausserhalb der Saison zu uns kommen. Das ist für die Stadt ausserordentlich positiv», betonte Bencun.
Zadar konnte bereits 2016 einen bedeutenden touristischen Erfolg feiern. Damals wurde die Stadt zur Best European Destination gewählt und setzte sich gegen Städte wie Athen, Paris, Madrid und Rom durch.
Nun hofft Zadar auf einen weiteren internationalen Erfolg – und den Titel der Europäischen Hauptstadt des Tourismus 2027.