Nach Fažana und Pula ist der legendäre Boxer Mate Parlov nun auch symbolisch in seine Heimatstadt Imotski zurückgekehrt. Am Eingang des städtischen Stadions Gospin dolac wurde eine Bronzestatue des wohl grössten kroatischen Boxers enthüllt.
15:42 / 14.09.2026.
Autor: Antunela Rajič
Autor:
Antunela Rajič
Veröffentlicht:
14. September 2026, 15:42
Nach Fažana und Pula ist der legendäre Boxer Mate Parlov nun auch symbolisch in seine Heimatstadt Imotski zurückgekehrt. Am Eingang des städtischen Stadions Gospin dolac wurde eine Bronzestatue des wohl grössten kroatischen Boxers enthüllt.
Die Statue zeigt Mate Parlov in einer Siegerpose – so, wie ihn die Sportgeschichte in Erinnerung behalten hat. Sie steht nur rund hundert Meter von dem Haus entfernt, in dem Parlov einen Teil seiner Kindheit verbrachte.
«Heute ist der Tag, an dem Mate auf eine gewisse Weise nach Hause zurückkehrt», sagte der Bürgermeister von Imotski, Luka Kolovrat. Gespräche mit ehemaligen Schulkollegen hätten ihm gezeigt, wie sehr Parlov seine Heimatstadt geliebt habe und dass er Imotski innerlich eigentlich nie verlassen habe.
Seine ehemaligen Schulkollegen erinnern sich an Mate Parlov nicht nur als aussergewöhnlichen Sportler. Schon als Junge soll er sich durch seine Intelligenz, seine Vielseitigkeit und seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn ausgezeichnet haben.
Velimir Ćosić, ein ehemaliger Schulkollege, erinnert sich daran, dass Parlov gerne rezitierte und schauspielerte, gut sang und sich stets für Schwächere eingesetzt habe. Auch sein Verwandter Borislav Parlov verbindet persönliche Erinnerungen mit dem späteren Boxweltmeister. Gemeinsam besuchten sie die Schule und verfolgten seine ersten sportlichen Erfolge. Obwohl Mate Parlov den grössten Teil seines Lebens in Pula verbrachte, blieb Imotski ein wichtiger Teil seiner Identität.
Im Boxring schrieb Mate Parlov Sportgeschichte. Nach Einschätzung von Sportexperten gilt er als einer der grössten kroatischen Sportler des 20. Jahrhunderts.
Parlov gewann praktisch alles, was es im Boxsport zu gewinnen gab: Er wurde Europa-, Welt- und Olympiasieger und später auch Weltmeister bei den Profis.
In seiner Karriere bestritt er rund 300 Kämpfe und verlor lediglich zehn davon.
Die Enthüllung des Denkmals erfolgte zudem an einem symbolträchtigen Datum: Genau vor 54 Jahren gewann Mate Parlov bei den Olympischen Spielen in München die Goldmedaille.
Mit dem neuen Denkmal in Imotski hat eine der grössten Sportlegenden Kroatiens nun auch in jener Stadt, in der er einen Teil seiner Kindheit verbrachte, einen dauerhaften Platz gefunden.
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