Die Stimme Kroatiens

21:10 / 14.09.2026.

Autor: Antunela Rajič

Uzdol gedenkt der Opfer: 41 Menschen getötet, darunter drei Kinder

Denkmal in Uzdol
Denkmal in Uzdol
Foto: YouTube / snimka zaslona

Am frühen Morgen des 14. September 1993 wurde das Dorf Uzdol in Bosnien und Herzegowina zum Schauplatz eines schweren Kriegsverbrechens. Bei dem Angriff von Einheiten der Armee der Republik Bosnien und Herzegowina wurden 29 kroatische Zivilisten und zwölf Angehörige des HVO getötet. Unter den zivilen Opfern waren auch drei minderjährige Kinder.

Nach dem Angriff blieben Tote, niedergebrannte Häuser und zerstörte Familien zurück. Für die Bewohner von Uzdol wurde dieser Morgen zu einem der dunkelsten Tage in der Geschichte des Ortes.


Ein erschütterndes Bild nach dem Angriff

Der Angriff ereignete sich in den frühen Morgenstunden. Als die Kämpfe vorüber waren, bot sich im Dorf ein erschütterndes Bild. Dutzende Häuser waren niedergebrannt, die Leichen der Getöteten lagen im Ort, und auch die Pfarrkirche wurde geschändet. Am folgenden Tag rückten Einheiten des HVO nach Uzdol vor und stiessen auf die Folgen des Angriffs und das Ausmass der Tragödie.


Ein grosses Kreuz erinnert an die 41 Opfer 

Zum Gedenken an die Ermordeten wurde in Uzdol ein grosses Holzkreuz errichtet, in das 41 kleinere Kreuze eingelassen sind. Auf jedem Kreuz stehen der Name, der Nachname sowie das Geburts- und Sterbedatum eines der Opfer. So bleiben die Namen der Getöteten dauerhaft sichtbar – als Mahnung und als Zeugnis der Ereignisse vom 14. September 1993.


Die Frage nach der Gerechtigkeit bleibt 

Jahre sind vergangen, doch der Schmerz der Angehörigen und die Erinnerung an die Opfer sind geblieben. Ebenso bleibt die Frage nach der strafrechtlichen Verantwortung für die Verbrechen von Uzdol. Für die Familien der Getöteten ist die Aufarbeitung bis heute nicht abgeschlossen. Die Erinnerung an die 41 Menschen, die an jenem Morgen ihr Leben verloren, bleibt deshalb von grosser Bedeutung. Uzdol erinnert auch 33 Jahre später an seine Opfer – und daran, dass das Gedenken an die Toten nicht dem Vergessen überlassen werden darf.

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