Die Stimme Kroatiens

13:55 / 13.09.2026.

Autor: Antunela Rajič

Grossbrand auf Brač: Häuser gerettet, Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht

Grossbrand auf Brač
Grossbrand auf Brač
Foto: Ivo Cagalj / PIXSELL

Nach einer dramatischen Nacht hat sich die Lage am Brandherd auf der kroatischen Insel Brač am Sonntagmorgen etwas entspannt. Feuerwehrkräfte konnten mehrere Häuser vor den Flammen retten. Insgesamt wurden 227 Menschen in Sicherheit gebracht, zwei Personen erlitten leichte Verletzungen. Vier Löschflugzeuge vom Typ Canadair unterstützen die Einsatzkräfte aus der Luft.



Besonders kritisch wurde die Situation in der Nacht, als starke Bora-Böen das Feuer erneut anfachten und die Flammen in Richtung der Ortschaft Milna trieben. Zwischen 23 Uhr und 3.30 Uhr kämpften die Feuerwehrkräfte darum, Häuser vor dem Feuer zu schützen. Nach Angaben des kroatischen Feuerwehrkommandanten Slavko Tucaković konnten die Gebäude einzeln verteidigt werden. Am Sonntagmorgen gab es zunächst keine offene Feuerfront mehr. Die Lage sei deutlich besser als in der Nacht, erklärte Tucaković. Dennoch bleibe der Einsatz anspruchsvoll.


Feuerwehr musste Menschen aus den Flammen retten

Der Kommandant der freiwilligen Feuerwehr von Supetar, Nikola Martinić Dragan, schilderte die dramatischen Momente des Einsatzes. Die Feuerwehrkräfte hätten sich zunächst durch das Feuer kämpfen müssen, um zu den Gebäuden und den dort befindlichen Menschen zu gelangen. Schliesslich habe sich in manchen Fällen eine ungewöhnliche Taktik als sicherste Lösung erwiesen: Die Menschen blieben in den Gebäuden, während die Feuerwehr die Häuser gegen die Flammen verteidigte. Eine Evakuierung sei wegen der enormen Rauchentwicklung und der hohen Temperaturen teilweise nicht möglich gewesen.


Hunderte Menschen über das Meer in Sicherheit gebracht


Auf der Westseite der Insel wurden zahlreiche Menschen vor dem Feuer in Sicherheit gebracht. An der Rettungsaktion beteiligten sich Boote der Hafenbehörde von Split, der Polizei, der Küstenwache, der Bergrettung HGSS sowie touristische und private Schiffe. Bis zum Morgen wurden nach Angaben der Behörden 185 Menschen mit Rettungsbooten und weitere rund 500 Personen mit touristischen Schiffen transportiert. In Supetar sowie in anderen Orten der Insel wurden Unterkünfte für Betroffene organisiert. Hotels und Gemeinden beteiligten sich an der Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Unterkünften.


Rund 3500 Hektar verbrannt


Nach ersten Schätzungen sind auf Brač rund 3500 Hektar Fläche verbrannt. Besonders die wechselnden Windrichtungen erschwerten den Einsatz der Feuerwehr. Mehr als 200 Feuerwehrleute stehen weiterhin im Einsatz. Vier Canadair-Löschflugzeuge unterstützen die Löscharbeiten aus der Luft. Als eine der Hauptursachen für die rasche Ausbreitung des Feuers gilt die extreme Trockenheit. Auf Brač hatte es seit rund drei Monaten keinen nennenswerten Regen gegeben. Nach Angaben des Feuerwehrkommandanten wurde der Brand durch einen Blitzeinschlag in einem Gebiet zwischen Dračevice und Ložišća ausgelöst. Ein sogenanntes trockenes Gewitter habe das Feuer entfacht.


Zwei Personen leicht verletzt


Zwei Menschen wurden bei dem Brand leicht verletzt und medizinisch versorgt. Zudem wurden mehrere Gebäude beschädigt oder zerstört. Die Behörden rufen die Bevölkerung und Besucher der Insel weiterhin zu besonderer Vorsicht auf. Menschen sollen sich nicht unnötig dem Brandgebiet nähern und keine Zufahrtswege blockieren, damit Feuerwehr und Rettungskräfte ungehindert arbeiten können.

Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram, TikTok i YouTube!