Die Stimme Kroatiens

22:03 / 27.08.2026.

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Fünf Rückkehrer aus Südamerika starten neues Leben in Biograd na Moru

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Foto: HRT / HRT

Fünf Rückkehrer aus Südamerika sind im Rahmen eines Pilotprojekts des kroatischen Ministeriums für Demografie und Einwanderung nach Biograd na Moru gekommen. Mirko und Cintia aus Peru sowie Ramón, Martina und Walter aus Argentinien gehören zur dritten Generation kroatischer Auswanderer und haben bereits ihre Arbeit aufgenommen.

Da sie noch kein Kroatisch sprechen und außer Martina niemand Englisch beherrscht, sind sie bei der Verständigung zunächst auf einen Übersetzer angewiesen.


Walter Santillana aus Argentinien beschreibt seine Ankunft in Kroatien als besonderen Moment. Seine Vorfahren wanderten in den 1920er-Jahren aus Crikvenica und Karlovac aus. Ihre alten Reisepässe hat er bis heute aufbewahrt.


„Es gefällt mir in Kroatien, weil es ein Land ist, das ich mein ganzes Leben lang bewundert habe. Deshalb ist es für mich eine Ehre, hier zu sein“, sagte Santillana.


Auch für die 21-jährige Martina Gomez aus Argentinien beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Der Abschied von ihrer eng verbundenen Familie sei nicht leicht gewesen. „Das alles ist neu für uns. Ich lerne eine neue Sprache und alles, was notwendig ist“, erklärte sie.


Ihr Vater Ramón Gomez sieht in der kroatischen Herkunft seiner Familie eine Chance für einen Neuanfang. Nachdem er erfahren habe, dass sein Großvater Kroate gewesen sei, habe er erkannt, dass sich damit die Möglichkeit für „ein neues und besseres Leben im Land unserer Vorfahren“ eröffne.


Arbeit und Sprachkurse als Teil der Integration


Alle fünf Rückkehrer arbeiten auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Vrana in Biograd na Moru. Nach Angaben von Stipe Buovac vom Betrieb wurde die Initiative auch vom Eigentümer besonders begrüßt, da dieser selbst aus dieser Region ausgewandert war.


Die Rückkehr ist Teil des Programms „Integration kroatischer Rückkehrer“ des Ministeriums für Demografie und Einwanderung. Für das Programm stehen landesweit insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung.


Demografie- und Einwanderungsminister Ivan Šipić erklärte, nach Informationen der kroatischen Botschaften gebe es viele Menschen kroatischer Abstammung, die sich um die Staatsbürgerschaft bemühten, um damit die Voraussetzungen für eine Rückkehr zu schaffen und ihren Familien eine Zukunft in Kroatien zu ermöglichen.


Für die Rückkehrer wird zudem ein Intensivkurs zum Erlernen der kroatischen Sprache organisiert. Sollte sich das Modell als erfolgreich erweisen, könnte es künftig weiteren Nachkommen kroatischer Auswanderer den Weg in die Heimat ihrer Vorfahren erleichtern.

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