Die Stimme Kroatiens

21:35 / 18.09.2026.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Hilfsprogramm für kroatische Landwirte in Serbien gestartet

Hilfsprogramm für kroatische Landwirte in Serbien gestartet
Hilfsprogramm für kroatische Landwirte in Serbien gestartet
Foto: - / Shutterstock

Die Umsetzung des mit zwei Millionen Euro dotierten Entwicklungsprogramms für die landwirtschaftliche Produktion der kroatischen Minderheit in Serbien hat offiziell begonnen. Wie die zuständige Stiftung „Cro-Fond“ mitteilte, haben die ersten der insgesamt 257 Begünstigten die Fördermittel bereits erhalten und in landwirtschaftliche Maschinen und Ausrüstung investiert. Zu den ersten Profiteuren gehört unter anderem der Landwirt und Aktivist Željko Pandžić, der mithilfe der Unterstützung einen neuen Traktoranhänger erwerben konnte.

„Wir sind mit dem Anlauf des Programms sehr zufrieden. Die ersten Gelder sind ausgezahlt, die Anschaffungen laufen, und wir erwarten eine weiterhin zügige Umsetzung“, erklärte der Leiter der Stiftung Cro-Fond, Lazar Cvijin. Bislang haben 25 der 257 ausgewählten Landwirte die Summen auf ihren Konten verbucht, weitere 25 Projekte stehen unmittelbar vor der Realisierung. Nach der Bewilligung verbleibt den Landwirten eine Frist von 90 Tagen zur Projektumsetzung.


Die Fördermittel von maximal 10.000 Euro pro Betrieb sind zweckgebunden für Investitionen in die Primärproduktion vorgesehen – darunter fallen der Kauf von Maschinen und Anbaugeräten, das Anlegen von Dauerkulturen sowie der Erwerb von Nutztieren. Die feierliche Übergabe der Verträge fand am 2. September in Đurđin statt und markiert den Startschuss für die erste direkte Wirtschaftshilfe dieser Art für die kroatische Minderheit in Serbien.


Finanziert wird das Projekt von der Regierung der Republik Kroatien. Die Durchführung obliegt der Stiftung Cro-Fond in enger Zusammenarbeit mit dem kroatischen Landwirtschaftsministerium sowie dem Zentralen Staatsamt für Kroaten außerhalb der Republik Kroatien.


Laut Cvijin soll das Programm bis Mitte November vollständig abgeschlossen sein. Eine erfolgreiche Bilanz soll als Fundament für eine Aufstockung der Mittel im kommenden Jahr dienen. Neben dem rein ökonomischen Aspekt betonte der Stiftungsleiter auch die gesellschaftliche Bedeutung: Das Projekt stärke den Zusammenhalt innerhalb der kroatischen Gemeinschaft spürbar.


Zudem kündigte Cvijin bereits eine Erweiterung der Unterstützung auf den sozialen Sektor an. Noch im September soll eine umfassende Bedarfsanalyse durchgeführt werden, um ein neues Sozialprogramm auf den Weg zu bringen. Die entsprechenden Mittel hierzu seien bereits von der kroatischen Regierung sowie dem Ministerium für Arbeit, Rentensystem, Familie und Sozialpolitik reserviert worden.


Das Agrar-Entwicklungsprogramm stellt das erste direkte wirtschaftliche Unterstützungskonzept für kroatische Landwirte in der Region dar. Es wurde Ende 2025 mit einem initialen Budget von einer halben Million Euro initiiert. Nach der Vorbereitungsphase und der Ausschreibung wurde das Gesamtvolumen aufgrund der hohen Nachfrage auf zwei Millionen Euro vervierfacht.


Quelle: HINA




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