Kroatien will junge Familien stärker unterstützen und die Rückkehr von Auswanderern fördern. Demografie- und Einwanderungsminister Ivan Šipić stellte dazu in Osijek mehrere Maßnahmen vor. Im Mittelpunkt stehen die Betreuung von Müttern nach der Geburt, die Wohnraumförderung und die Integration von Rückkehrern.
Ab 2027 soll das Projekt „Mama, tu smo“ („Mama, wir sind da“) in den vier größten kroatischen Städten eingeführt werden, darunter auch Osijek. Es sieht Unterstützung für Mütter in den ersten drei Monaten nach der Geburt vor. Neben praktischer Hilfe im Haushalt und fachlicher Beratung soll eine App den Zugang zu verfügbaren Dienstleistungen erleichtern.
Wohnraumförderung für junge Familien
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Im Rahmen des Projekts „Naša Slavonija i Baranja, moj dom“ („Unser Slawonien und Baranja, mein Zuhause“) plant die Gespanschaft Osijek-Baranja mehr als 52 Wohneinheiten, darunter 43 Einfamilienhäuser und drei Mehrfamilienhäuser.
Nach Angaben von Gespanschaftspräfektin Nataša Tramišak sollen junge Familien die Möglichkeit erhalten, ihre Immobilien durch Mietzahlungen schrittweise zu erwerben.
Bereits in diesem Jahr wurden 640.000 Euro für insgesamt 119 Förderungen zum Kauf oder Bau von Immobilien bereitgestellt.
Rückkehr kroatischer Auswanderer fördern
Die demografischen Maßnahmen richten sich auch an kroatische Auswanderer und deren Nachkommen. Insbesondere jungen Menschen soll ein Studium in Kroatien erleichtert werden.
Die Universität Osijek hat ihre Bereitschaft erklärt, entsprechende Programme zum Erlernen der kroatischen Sprache zu unterstützen. Rektor Drago Šubarić brachte zudem die Möglichkeit einer Unterbringung von Studierenden mit kroatischen Wurzeln in Studentenwohnheimen ins Gespräch.
Mit den Maßnahmen sollen die Lebensbedingungen junger Familien verbessert, die Abwanderung verringert und die Rückkehr kroatischer Staatsbürger aus dem Ausland gefördert werden.