Die katholische Kirche und kroatische Geistliche leisten seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Organisation und zum Zusammenhalt kroatischer Gemeinschaften im Ausland. Darauf verwies Zvonko Milas, Staatssekretär des Zentralen Staatsamtes für Kroaten außerhalb der Republik Kroatien, in einem Gespräch mit Glas Hrvatske im argentinischen Córdoba.
Milas betonte, dass Priester insbesondere in Australien, Nordamerika und Südamerika eine zentrale Rolle bei der Bewahrung der kroatischen Sprache, Kultur und Identität übernommen hätten. Neben ihrer religiösen Tätigkeit hätten sie auch wesentlich zum Aufbau kroatischer Gemeinschaftsstrukturen beigetragen.
Als Beispiel für aktuelle Initiativen nannte Milas die Diözese Syrmien in Serbien. Unter der Leitung von Bischof Fabijan Svalina werden dort Projekte zur Stärkung des religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens umgesetzt. Dazu gehört das Projekt Domus Dimitrianum in Sremska Mitrovica, das als Zentrum für kirchliche und gemeinschaftliche Aktivitäten dienen soll.
Zugleich sprach Milas über die rückläufige Zahl von Priestern und Mitgliedern kroatischer Gemeinschaften im Ausland. Angesichts dieser Entwicklung sei eine stärkere Beteiligung von Laien und kroatischen Vereinen notwendig.
Nach Ansicht des Staatssekretärs bleiben Geistliche für die Organisation der Gemeinschaften von großer Bedeutung. Gleichzeitig seien die Zusammenarbeit zwischen kirchlichen Einrichtungen und Vereinen sowie regelmäßige gemeinsame Aktivitäten wichtig, um bestehende Strukturen langfristig zu erhalten.