Kroatien und Argentinien wollen ihre Zusammenarbeit im Agrarsektor ausbauen. Im Rahmen seines Besuchs in der argentinischen Provinz Córdoba informierte sich der kroatische Vizepremier und Minister für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei, David Vlajčić, über moderne Anbaumethoden und landwirtschaftliche Technologien.
Gemeinsam mit einer kroatischen Delegation besuchte Vlajčić ein landwirtschaftliches Forschungsinstitut, das eng mit Wissenschaftlern, Erzeugerverbänden und Landwirtschaftskammern zusammenarbeitet. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der praktischen Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Auf Versuchsfeldern wurde beispielsweise demonstriert, wie unterschiedliche Bewirtschaftungsmethoden die Weizenerträge beeinflussen. Ohne Bewässerung werden rund zwei Tonnen erzielt, mit Bewässerung etwa vier Tonnen und bei zusätzlichem Einsatz von Stallmist bis zu sieben Tonnen.
Bei Gesprächen mit Vertretern der Provinz Córdoba wurde vereinbart, eine Initiative für ein internationales Kooperationsabkommen auf den Weg zu bringen. Ziel ist der Austausch von Wissen, Erfahrungen und Technologien sowie die stärkere Vernetzung landwirtschaftlicher Institutionen und Produzenten.
Eine wichtige Rolle könnten dabei argentinische Unternehmer kroatischer Herkunft spielen. Minister Vlajčić verwies insbesondere auf Nicolás Bronzovich, einen Vertreter der argentinischen Landwirtschaft, der sein Fachwissen und seine Erfahrungen auch in Kroatien einbringen möchte.
Darüber hinaus zeigten kroatischstämmige Unternehmer Interesse an Investitionen in Kroatien, unter anderem am Hafen Rijeka sowie an kroatischen Unternehmen und Produkten. Vlajčić stellte bei den Gesprächen auch die 54 geschützten kroatischen Produkte vor und betonte die Möglichkeiten einer stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.