Die Stimme Kroatiens

20:43 / 22.06.2022.

Autor: Martina Perković

Tag des antifaschistischen Kampfes: Ein Feiertag mit zwei Seiten in Kroatien

Tag des Antifaschistischen Kampfes in Kroatien

Tag des Antifaschistischen Kampfes in Kroatien

Foto: HTV / HRT

Heute ist der Tag des Antifaschistischen Kampfes in Kroatien. Es wird an den Tag erinnert, an dem die erste Partisaneneinheit gegründet wurde, also die erste antifaschistische Einheit in Kroatien und diesem Teil Europas. In der Zwischenzeit wurde neben der Jazovka-Höhle in der Nähe von Sošice auf dem Žumberak, ebenfalls eine Gedenkfeier abgehalten.

Die Gedenkfeier zum Tag des antifaschistischen Kampfes wurdee im Brezovica Wald unweit von Sisak abgehalten, wo die Einheit gegründet wurde. An der Feierlichkeit nahm auch der Präsident der Republik Kroatiens Zoran Milanović teil.

„Diese Loslösung und die daraus entstandene Bewegung brachten das kroatische Volk auf die friedlichere, sicherere und schönere Seite der Geschichte. Denn ohne diese Menschen und ohne diejenigen, die sie organisiert haben, wären der Name und das Ansehen Kroatiens wie nie zuvor in der Geschichte verdorben worden“, sagte er bei seiner Rede.

Der Vorsitzende der SDP Peđa Grbin erklärte, dass dieser Feiertag viele Kontroversen hervorruft.

"In Kroatien ist es selbstverständlich, dass heute ein Feiertag ist. Und genau wie viele andere Dinge, die uns in diesem Land trennen, ist es mit diesem Feiertag nicht anders. Für mich, für die Menschen, die heute hierhergekommen sind, und für die überwiegende Mehrheit der Bürger dieses Landes besteht jedoch kein Zweifel am Wert dieses Tages. Heute feiern wir den Sieg."

Parallel fand eine Gedenkfeier für die Opfer des Massakers auf dem Žumberak statt.

Dort wurden nach dem Zweiten Weltkrieg, Soldaten und Zivilisten bei einem Massaker von den Partisanen hingerichtet. Vor zwei Jahren wurden dort aus einem 1989 entdeckten Massengrab, die Überreste von mehr als 800 Menschen exhumiert.

"Die Botschaft, die wir aussenden, lautet, dass dieses Verbrechen nicht vergessen werden darf. Hier im Wald bei Sošice wurden 814 unschuldige Menschen Opfer eines Massakers, die meisten aus den Zagreber Krankenhäusern. Sie wurden in Ketten gelegt und einige wurden noch lebendig in die Grube geworfen. Niemand wurde für dieses Verbrechen zur Rechenschaft gezogen. Niemand hat ernsthafte Ermittlungen eingeleitet und bis heute wurden keine Opfer identifiziert“, sagte Frano Čirko aus dem Verband Jazovka.

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