Die Stimme Kroatiens

15:51 / 01.03.2026.

Autor: Antunela Rajič

Aussenministerium verurteilt iranische Vergeltungsschläge und ruft Kroaten zu Vorsicht auf

Aussenministerium
Aussenministerium
Foto: Patrik Macek / Pixsell

Angesichts der Eskalation im Nahen Osten hat das kroatische Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten (MVEP) die Bürgerinnen und Bürger zu erhöhter Vorsicht und regelmässiger Information aufgerufen.


Das Ministerium verurteilte am Sonntag die iranischen Vergeltungsangriffe auf Staaten am Persischen Golf und warnte vor einer weiteren Zuspitzung der Lage in der Region. Gleichzeitig betonte es die Notwendigkeit, weiteres Blutvergiessen zu verhindern und die Zivilbevölkerung unter Einhaltung des internationalen und humanitären Rechts zu schützen.


In einer Mitteilung erklärte das MVEP, dass die mangelnde Kompromissbereitschaft und fehlende Glaubwürdigkeit der iranischen Führung in den Verhandlungen über das Atomprogramm letztlich zur militärischen Intervention der USA und Israels beigetragen hätten.


Besondere Aufmerksamkeit gilt der Sicherheit kroatischer Staatsangehöriger in der Region. So leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten rund 2000 Kroatinnen und Kroaten, zusätzlich halten sich dort üblicherweise zwischen 500 und 1000 Personen temporär auf. In Israel befinden sich derzeit etwa 20 kroatische Pilger, während rund 100 Personen mit kroatisch-israelischer Staatsbürgerschaft im Land leben.


Nach Angaben des Ministeriums halten sich zudem noch rund zehn kroatische Staatsbürger im Iran auf, die bislang keine konsularische Unterstützung angefordert haben. In Teheran ist weiterhin ein Mitarbeiter der kroatischen Botschaft im Einsatz, um die notwendige Kommunikation und Koordination sicherzustellen. Andere Mitarbeitende, einschliesslich des Botschafters, wurden evakuiert. Die diplomatischen Vertretungen in der Region befinden sich in erhöhter Bereitschaft.


Der kroatische Aussenminister Gordan Grlić Radman steht in engem Austausch mit internationalen Partnern. Für Sonntag ist ein Gespräch mit dem israelischen Aussenminister Gideon Saar geplant. Bereits zuvor führte er Gespräche mit seinen Amtskollegen aus Katar, Oman, Ägypten und Tunesien.


Dabei verurteilte er insbesondere die iranischen Raketenangriffe auf Katar sowie weitere Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Bahrain und Saudi-Arabien. Kroatische Diplomaten stehen zudem in regelmässigem Kontakt mit Partnern innerhalb der Europäischen Union, um Informationen auszutauschen und mögliche Rückführungen von Staatsbürgern zu koordinieren.


Die Lage bleibt angespannt, während die Behörden die Entwicklungen weiterhin genau verfolgen.

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