Die Stimme Kroatiens

21:47 / 13.09.2021.

Autor: Tonči Petrić

Kroatien ist auf dem Weg den Euro einzuführen

Valdis Dombrovskis und Andrej Plenković

Valdis Dombrovskis und Andrej Plenković

Foto: Marko Lukunic / PIXSELL

Premierminister Andrej Plenković hat am Montag den EU-Handelskommissar Valdis Dobrovskis in Zagreb empfangen, um die Einführung des Euro in Kroatien in weniger als zwei Jahren zu erörtern. 

Andrej Plenković sagte, der Eintritt in die Eurozone werde das Währungsrisiko und die Umtauschkosten beseitigen, die Zinssätze senken, ausländische Investitionen steigern und die Kreditwürdigkeit Kroatiens verbessern. Die Regierung werde das Ziel verfolgen, an 1. Januar 2023 der Eurozone beizutreten und im europäischen Wechselkursmechanismus II praktisch zweieinhalb Jahre zu verbleiben.


Der Kommissar für Handel der Europäischen Union Valdis Dombrovskis erklärte: "Im Namen der Europäischen Kommission begrüße ich den starken politischen Willen der Regierung, dass Kroatien der Eurozone beitritt sowie der ehrgeizigen Fristen, die Sie einhalten müssen. Wir sind bereit, Ihre Arbeit zu unterstützen und sicherzustellen, dass Kroatien erfolgreich der Eurozone beitritt.


Auch die Befürchtungen der Bevölkerung vor Preiserhöhungen vor und nach der Euro-Umstellung hat die Regierung angesprochen. Sie sagte, dass Mechanismen zum Schutz der Verbraucher implementiert werden und dass die Preise für einige Zeit, sowohl in Kuna als auch in Euro, angegeben werden.


 "Wenn wir uns den Anstieg der Gehälter und Preise in den mitteleuropäischen Mitgliedstaaten zwischen der Einführung des Euro und heute ansehen, können wir feststellen, dass die Bruttogehälter im Vergleich zum Anstieg der Verbraucherpreise deutlich gestiegen sind. Damit ist der Lebensstandard nach der Einführung des Euro deutlich angestiegen", sagte Plenkovic und bestätigte erneut, dass kein Referendum über die Einführung des Euro erforderlich sei. Er erklärte, dass Kroatien die Verpflichtung zum Beitritt zur Eurozone bereits übernommen habe, als sich das Land in einem Referendum für den EU-Beitritt entschieden hatte.


Der Gouverneur der kroatischen Nationalbank HNB Boris Vujčić sagte:  "In der letzten Phase der Vorbereitungen befindet sich der sogenannte Ethikkodex, den wir Dienstleistungen und Unternehmen zur Unterzeichnung anbieten werden, wo sie sich zu einem fairen Verhalten während der Umstellung verpflichten. Wir werden ein Monitoring der Konversion haben und die besten Erfahrungen von anderen Ländern nutzen, die bisher diese Konversion vollzogen haben."


Dombrovskis sagte dazu: "Die parallele Preisanzeige vor der Einführung des Euro soll dafür sorgen, dass sich die Bürger daran gewöhnen, dass die Preise in Euro angegeben werden, die Behörden sollten alle Preise überwachen und, wie wir in Lettland, alles tun, um die Einführung des Euro nicht als Vorwand für Preiserhöhungen anzusehen. Wir schätzen, dass der Preisanstieg aufgrund der Euro-Einführung etwa 0,1 bis 0,2 Prozent betragen sollte."

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