Der Vorsitzende der HDZ BiH, Dragan Čović, erklärte am Freitag, dass die kroatische Seite in diesem Land das amerikanische Projekt zur Gasverbindung mit der Republik Kroatien nicht blockieren werde, und begrüßte den Ansatz der Verwaltung von Donald Trump gegenüber Bosnien und Herzegowina, da sie nicht länger versucht, durch Druck Lösungen zu erzwingen.
„Ob jemand versuchen wird, die Umsetzung der Süd-Gasinterkonnektion zu gefährden, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass es nicht die kroatische Seite sein wird“, versicherte Čović.
Letzte Woche versammelte der Geschäftsträger der US-Botschaft in Sarajevo, John Ginkel, führende kroatische und bosniakische Beamte, die sich verpflichteten, an der Beschleunigung der Umsetzung des Baus der Süd-Gaspipeline-Interkonnektion zu arbeiten, durch die Bosnien und Herzegowina an das Gasnetz der Republik Kroatien und an die Gasversorgung vom LNG-Terminal auf Krk angeschlossen werden würde.
Das Projekt zum Bau einer Gaspipeline und die Konzession für die Versorgung über 30 Jahre sollte an ein amerikanisches Unternehmen gehen, dessen Name noch nicht bekannt gegeben wurde. Dieses Treffen und die Verpflichtung der einheimischen Politiker zur Umsetzung des Energieprojekts begrüßte auch der amerikanische Innenminister Doug Burgum, den Präsident Donald Trump auch zum Leiter des Nationalen Rates für Energie-Dominanz ernannt hat.
Čović begrüßte den Einstieg amerikanischer Partner in das Geschäft, lehnte jedoch die Möglichkeit ab, dass das Unternehmen BH Gas, bei dem nach seinen Angaben kein Kroate beschäftigt ist, in irgendeiner Weise an der Gasanbindung mit Kroatien beteiligt wird.
Čović kommentierte in diesem Zusammenhang, dass das wichtigste Ereignis in BiH 30 Jahre Frieden durch das Daytoner Friedensabkommen sei. Seiner Ansicht nach bestehen die Kroaten jedoch weiterhin auf Änderungen des Wahlgesetzes, die garantieren würden, dass sie ihre Vertreter ohne Überstimmung wählen können; insbesondere das kroatische Mitglied des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina! Die Bewahrung des Daytoner Friedensabkommens sieht Čović als minimalen politischen Rahmen und Voraussetzung für Stabilität sowie als den einzigen Weg, auf dem Bosnien und Herzegowina eine echte europäische Perspektive verwirklichen kann.