Die Stimme Kroatiens

19:39 / 18.01.2026.

Autor: Tonči Petrić

Trumps Zoll‑Drohungen: Kroatiens Außenminister mahnt Deeskalation

Gordan Grlić Radman
Gordan Grlić Radman
Foto: HTV / HRT

Der kroatische Außen- und Europaminister Gordan Grlić Radman hat zu Deeskalation und Dialog aufgerufen und sich zu den angekündigten US-Zöllen auf europäische Länder geäußert.

Die Europäische Union hat angesichts der jüngsten Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump, zusätzliche Zölle auf Importe aus mehreren europäischen Ländern zu verhängen, ein außerordentliches Treffen von EU-Vertretern einberufen. Anlass sind Trumps Ankündigungen, ab dem 1. Februar für acht europäische Staaten 10-Prozent-Zölle einzuführen – darunter Dänemark, Schweden, Deutschland, Frankreich, Norwegen, die Niederlande, das Vereinigte Königreich und Finnland. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit einem Streit über den Status von Grönland, einem autonomen Teil Dänemarks.


Die EU-Staaten reagierten mit der Einberufung eines Krisentreffens, um eine gemeinsame Antwort zu koordinieren und das weitere Vorgehen abzustimmen. Die Ankündigung der Zölle hat in Europa Besorgnis ausgelöst, da sie die transatlantischen Beziehungen belasten könnte und als Versuch gewertet wird, die Europäische Union zu spalten.


Die Lage bleibt angespannt, da Trumps Drohungen sowohl politische als auch wirtschaftliche Reaktionen in Europa hervorrufen könnten, einschließlich Diskussionen über mögliche Gegenmaßnahmen.


In diesem Kontext rief Kroatiens Außen- und Europaminister Gordan Grlić Radman zu Deeskalation und Dialog auf. Er erklärte: „Die Position der kroatischen Regierung ist, dass Verbündete innerhalb der NATO einander respektieren und gegenseitigen Respekt zeigen müssen. Natürlich ist auch die Souveränität Dänemarks, also des Volkes von Grönland, zu achten.“


Er fügte hinzu, dass jegliche Beeinträchtigung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA vermieden werden sollte. „Die USA und die Europäische Union sind strukturell miteinander verbunden, sie sind voneinander abhängig. Sowohl die Sicherheit als auch der Handel hängen von der Stärke der transatlantischen Beziehungen ab“, betonte Grlić Radman.


„Ich denke, Dialog ist in diesem Moment am wichtigsten, und umsichtiges Handeln ist gefragt. Wir rufen zur Deeskalation auf. Es ist entscheidend, die transatlantische Einheit zu wahren“, ergänzte der Außenminister.


Quelle: HRT

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