Die UEFA hat die Entscheidung der FIFA deutlich kritisiert, die Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun nach seinem Platzverweis im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina vorläufig aufzuheben.
18:18 / 06.07.2026.
Autor: Tonči Petrić

Autor:
Tonči Petrić
Veröffentlicht:
06. Juli 2026, 18:18
Die UEFA hat die Entscheidung der FIFA deutlich kritisiert, die Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun nach seinem Platzverweis im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina vorläufig aufzuheben.
Die UEFA erklärte, der Weltfußballverband habe mit dieser Entscheidung „eine rote Linie überschritten“ und die Integrität des Spiels beschädigt. Eine Mindeststrafe nach einer Roten Karte dürfe insbesondere bei großen Turnieren nicht zu Ausnahmen führen.
„Wir bringen unser Unverständnis über diese beispiellose, unverständliche und ungerechtfertigte Entscheidung zum Ausdruck. Wenn die Hüter der Regeln deren konsequente Anwendung nicht mehr gewährleisten können, gerät die Integrität des Spiels in Gefahr und die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs wird untergraben“, teilte die UEFA am Montag mit.
Folarin Balogun darf vorerst spielen
Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Bernd Neuendorf, forderte von der FIFA eine umgehende Erklärung, nachdem Berichte aufgetaucht waren, wonach die Entscheidung nach Gesprächen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino getroffen worden sein soll. Mittlerweile hat der US-Präsident Donald Trump bestätigt, dass er FIFA-Chef Infantino um eine Überprüfung gebeten habe.
Die FIFA setzte jedoch die Vollstreckung der Sperre für eine Bewährungszeit von einem Jahr aus, ohne die Rote Karte selbst aufzuheben. Diese überraschende Entscheidung rückte das Disziplinarverfahren der FIFA in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und löste heftige Reaktionen in Belgien aus.
Der belgische Nationaltrainer Rudi Garcia erklärte, es werde „nicht nur Belgien verteidigt, sondern der gesamte Fußball“.
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