Auf der Insel Vis wurde am Sonntag der 160. Jahrestag der Seeschlacht von Lissa (Viški boj) begangen – eines der bedeutendsten Ereignisse der kroatischen Seefahrtsgeschichte. Am 20. Juli 1866 besiegte die österreichische Flotte die italienische Marine. Zahlreiche Seeleute aus Dalmatien und dem kroatischen Küstenraum waren an der Schlacht beteiligt und trugen dazu bei, eine italienische Besetzung der Insel Vis und der östlichen Adriaküste zu verhindern.
An der zentralen Gedenkfeier nahm auch der kroatische Staatspräsident Zoran Milanović teil. Er warf von einem Schiff der kroatischen Marine einen Kranz ins Meer. Anschließend gedachten auch die österreichische Botschafterin in Kroatien, Yvonne Tončić-Sorinj, sowie der Bürgermeister der Stadt Vis, Hrvoje Mratinić, der Gefallenen auf dieselbe Weise.
Präsident Milanović bezeichnete die Seeschlacht als ein bedeutendes Ereignis der kroatischen Geschichte. Wäre Italien damals siegreich gewesen, hätte dies weitreichende Folgen für die Entwicklung Dalmatiens und der kroatischen Nation haben können. Er betonte zudem die wichtige Rolle der dalmatinischen Seeleute, die auf österreichischer Seite kämpften.
An der Gedenkveranstaltung nahmen außerdem Vertreter der kroatischen und österreichischen Streitkräfte, lokale und regionale Politiker sowie ehemalige österreichische Marineangehörige in historischen Uniformen teil.