Der israelische Präsident Ruven Rivlin und die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović (Foto: HRT) Der israelische Präsident Ruven Rivlin und die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović (Foto: HRT)

Der israelische Präsident Ruven Rivlin und die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović gedachten an die Opfer bei dem Denkmal in Jasenovac. "Die Konfrontation mit den Verbrechen der Vergangenheit ist ein weiter Weg, an den man hartnäckig, entschlossen und mutig sein muss", sagte der israelische Präsident. Er fügte hinzu, dass die Fähigkeit, der Vergangenheit zu begegnen und sie nicht zu ignorieren, eine moralische Verpflichtung und die Grundlage jeder gerechten Gesellschaft sei.

Des weiteren betone Rivlin, dass dies auch weiterhin ein wichtiges Element der Freundschaft zwischen Israel und Kroatien sei. Rivlin zitiert für die toten das Gebet Kaddisch und der Rabbin der jüdischen Gemeinde von Zagreb, Lucian Moše Prevelić gedenke den Opfern mit dem Gebet El Male Rachamim – Gott voller Gnade.

Die kroatische Präsidentin Grabar-Kitarović sagte, dass kein politisches Ziel die Verbrechen rechtfertigen kann, in dessen Namen diese Verübt werden. Deshalb kümmert sich Kroatien weiterhin, damit die Verbrechen, die verübt wurden nicht vergessen werden. Sie fügte noch hinzu, dass ein Schatten auf diesen Teil der kroatischen Geschichte liegt, aber dass sich Kroatien damit konfrontiert hat. Unter anderem sagte sie, dass sie jedes totalitäre Regime - Nazismus, Faschismus, Kommunismus - verurteilt und betonte, dass Bildung die stärkste Waffe gegen radikale Ideologien, Hass und Rassismus sei.

Außerdem sagte Grabar-Kitarović, dass sie die Manipulation der Anzahl von Holocaust-Opfern in Jasenovac verurteilt, die nicht auf historischen Fakten beruhten und für politische Zwecke oder für die Auferlegung kollektiver Schuld auf Kroatien und das kroatische Volk verwendet werden.