Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović (Foto: Dalibor Urukalovic_PIXSELL) Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović (Foto: Dalibor Urukalovic_PIXSELL)

Kolinda Grabar-Kitarović drückte ihr Beileid der Familie von Slobodan Praljak aus und sagte, dass er ein Mann war, der lieber den Tod wählte, als ein Leben als verurteilter Verbrecher, für Taten, die er nicht begangen hat, zu führen.

"Als kroatische Staatspräsidentin möchte ich klar und unmissverständlich sagen, dass gestern in Den Haag das Urteil weder für die Republik Kroatien, noch für das kroatische Volk in Bosnien und Herzegowina ausgesprochen wurde. Kroatien war kein Aggressor, sondern hat am meisten für den vollständigen Erhalt des Staates Bosnien und Herzegowina getan. Das kroatische Volk hat sich als erstes der Grossserbischen Aggression widersetzt und verteidigte die eigene Existenz und die Existenz des Staates Bosnien und Herzegowina. Kroatien und Bosnien und Herzegowina wurden von Miloševićs Serbien und der sogenannten Jugoslawischen Volksarmee JNA angegriffen und dies sind offenkundige Tatsachen" sagte Graber-Kitarović.

Die Präsidentin bat die Kroaten in Bosnien und Herzegowina friedlich und würdevoll zu bleiben und fügte hinzu:

"Keine Angst, wir sind mit euch. Wir brauchen mehr den je den Zusammenhalt. Das kroatische Volk wusste immer, wie schwierige Herausforderungen zu bewältigen sind und ich bin mir sicher, dass es diese auch bewältigen wird.