Die Stimme Kroatiens

05:38 / 04.08.2026.

Autor: Antunela Rajič

Plitvice und Krka gut besucht – längere Aufenthalte bleiben Herausforderung

NP Krka
NP Krka
Foto: HTV / HRT

Kroatiens Nationalparks Plitvicer Seen und Krka ziehen auch in diesem Sommer zahlreiche Gäste aus aller Welt an. Während die Besucherzahlen stabil bleiben, rücken längere Aufenthalte, Angebote ausserhalb der Hochsaison und der Naturschutz stärker in den Mittelpunkt.



Im Nationalpark Plitvicer Seen läuft die Hochsaison auf Hochtouren. Die Besucherzahlen bewegen sich laut dem amtierenden Parkdirektor Tomislav Kovačević auf dem Niveau des Vorjahres, mit wöchentlichen Schwankungen von zwei bis drei Prozent.


Die Herausforderung besteht weniger darin, neue Gäste anzuziehen, als sie länger in der Region zu halten. Die Gemeinde und der Tourismusverband haben deshalb unter anderem einen neuen Glagoliza-Wanderweg eingerichtet. Entlang der Strecke informieren Buchstaben und bemalte Felsen über die Geschichte der kroatischen Sprache.


Auch das Hotel Plitvice wird derzeit erneuert. Geplant sind unter anderem ein kleiner Wellnessbereich sowie Programme rund um Gesundheit und Erholung, die zu längeren Aufenthalten beitragen sollen.


Auch der Nationalpark Krka verzeichnet eine starke Nachfrage. Mehr als eine halbe Million Menschen haben den Park in diesem Jahr bereits besucht. Die Parkdirektorin Nela Slavica rechnet damit, dass die Gesamtzahl bis Jahresende erneut die Millionengrenze überschreiten wird.

Besonders positiv entwickelt sich die Vor- und Nachsaison. Ein Rückgang von drei Prozent während der Hochsaison bereitet der Parkverwaltung deshalb keine Sorgen. Neben kroatischen Gästen kommen viele Besucher aus europäischen Nachbarländern, während auch die Nachfrage aus Grossbritannien und den USA wächst.


Parallel zum Tourismus investiert der Nationalpark verstärkt in den Naturschutz. Fünfjährige Projekte sollen unter anderem mediterrane Landschaften wiederherstellen, endemische Fischarten schützen und invasive Arten eindämmen. Mit EU-Mitteln sollen zudem die natürlichen Kalktuffbarrieren und Wasserfälle restauriert werden. Dazu gehört auch der Skradinski buk, die längste Kalktuffbarriere Europas.


Beide Nationalparks stehen damit vor einer ähnlichen Aufgabe: Die hohe touristische Nachfrage soll stärker über das gesamte Jahr verteilt und gleichzeitig mit dem Schutz ihrer empfindlichen Naturlandschaften in Einklang gebracht werden.

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