Mehr als 200 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Bürgervereinigungen haben ihre Unterstützung für den Protest „Hodaj za Liku, hodaj za Hrvatsku“ („Geh für die Lika, geh für Kroatien“) angekündigt, der am 5. September in Zagreb stattfinden soll. Organisiert wird die Kundgebung von der Bürgerinitiative „Gospić je naš dom“.
Auch die Initiative „Stop megafarmama i klaonicama u Hrvatskoj“, der unter anderem die Organisationen Prijatelji životinja und Zelena akcija sowie zwölf lokale Bürgerinitiativen angehören, unterstützt den Protest. Sie sieht einen Zusammenhang zwischen dem illegal abgelagerten Abfall in der Region Lika und umstrittenen Plänen für große Tierhaltungsanlagen: In beiden Fällen würden die Anliegen der lokalen Bevölkerung nicht ausreichend berücksichtigt.
Die Unterstützer fordern eine rasche Sanierung der belasteten Flächen, die Klärung der Verantwortlichkeiten sowie strengere und transparentere Vorschriften, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.
Zu den mehr als 200 Unterstützern aus Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zählen unter anderem Severina Vučković, Goran Bogdan, Rade Šerbedžija, Alma Prica, Darko Rundek, Mirela Priselac Remi und Ivana Bodrožić. Sie betonen, dass es sich nicht allein um ein Problem von Gospić oder der Lika handle, sondern um eine Frage des Umwelt- und Gesundheitsschutzes in ganz Kroatien.
Hintergrund
In Gospić wurden auf dem untersuchten Gelände rund 37.000 Tonnen illegal abgelagerter, gemischter Abfälle festgestellt. Darunter befinden sich unter anderem Kunststoff, Rückstände von Elektro- und Elektronikgeräten, Bau- und mineralische Materialien sowie Teile medizinischer Abfälle.
Der Protest in Zagreb beginnt am 5. September mit einer Versammlung um 11 Uhr auf dem König-Tomislav-Platz; für 12 Uhr ist die Kundgebung auf dem Ban-Jelačić-Platz angekündigt.