Die Stimme Kroatiens

11:58 / 20.04.2025.

Autor: Antunela Rajič

Osterfeierlichkeiten in Kroatien: Gottesdienste und Speisenweihe im ganzen Land

Gottesdienste und Speisenweihe in Šibenik
Gottesdienste und Speisenweihe in Šibenik
Foto: Dusko Jaramaz / Pixsell

In ganz Kroatien feiern Gläubige das Osterfest, den zentralen Feiertag des Christentums, der die Auferstehung Christi symbolisiert. Es ist ein Tag voller Hoffnung und Freude, an dem sich Familien und Freunde an festlich gedeckten Tischen versammeln. Ein traditioneller Bestandteil ist die Segnung der Speisen während der Ostergottesdienste. 


 



In diesem Jahr fällt Ostern sowohl für katholische als auch orthodoxe Christen auf dasselbe Datum. Viele orthodoxe Gläubige in Kroatien nahmen an der Liturgie in der Kathedrale der Verklärung des Herrn in Zagreb teil.


In Rijeka versammelten sich bereits am frühen Morgen Gläubige vor der Kathedrale des Hl. Veits. Erzbischof Mate Uzinić betonte in seiner Osterbotschaft die Bedeutung der Hoffnung:

"Die österliche Hoffnung verändert nicht die Realität – sie verändert uns. Sie gibt uns die Kraft, nicht nur zuzusehen, sondern aktiv mitzugestalten: eine neue Welt, einen neuen Menschen – im Geiste des auferstandenen Christus."


Auch in Virovitica begann der Ostersonntag mit einer Messe um 6 Uhr morgens in der Kirche des Heiligen Rochus. Zahlreiche Gläubige brachten liebevoll vorbereitete Körbe mit Eiern, Schinken, Meerrettich und Brot zur traditionellen Speisenweihe.

"Das ist für uns Ostern – der Segen der Speisen ist auch der Segen für die Familie und das Leben nach der Auferstehung", sagte eine Gläubige.


Pfarrer Ivica Jagodić betonte, dass diese Tradition tief in der Region verwurzelt ist.

"Die Menschen kommen mit Freude – mit dem, was sie selbst geschaffen haben – und feiern in Gemeinschaft“, so Jagodić.  


In der Kathedrale von Varaždin hob der Sekretär der Diözese, Mišel Kovačević, hervor, dass Ostern nicht nur ein kirchliches Hochfest sei, sondern der "Zentrumspunkt christlichen Glaubens und der tiefe Sinn des Lebens". 

Er rief dazu auf, Ostern nicht nur äusserlich zu begehen, sondern es als persönliche, innere Erfahrung des Glaubens zu erleben. Die Segnung der Speisen sei dabei ein Symbol des Segens für die ganze Familie und das Miteinander. 


Bereits am Samstagabend wurde in vielen kroatischen Kirchen die feierliche Osternacht zelebriert – der Höhepunkt des kirchlichen Jahres. Die Liturgie beginnt im Dunkeln, als Zeichen des Wartens, und wird durch das Licht der Osterkerze erhellt. 


Auch in der Petersbasilika in Rom fand die Osternacht statt. Kardinal Giovanni Battista Re leitete die Messe, während sich Papst Franziskus trotz gesundheitlicher Probleme kurz den Gläubigen zeigte.

"Wir können Ostern nicht feiern, ohne uns den Schatten des Todes in unserer Welt zu stellen. Doch Christus hat die Sünde besiegt – und uns wird das Licht der Hoffnung anvertraut, das wir behüten und wachsen lassen sollen", sagte der Kardinal in seiner Predigt.

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