Papst Leo XIV. hat Erzbischof Petar Antun Rajič zum Präfekten des Päpstlichen Hauses ernannt. Dies teilte das Presseamt des Heiligen Stuhls am Montag, 30. März, mit. Rajič ist derzeit Apostolischer Nuntius in Italien und in der Republik San Marino sowie Titularerzbischof von Sarsenterum.
Petar Antun Rajič wurde am 12. Juni 1959 in Toronto in eine kroatische Familie geboren. Seine Eltern stammen aus Doljani in Bosnien und Herzegowina. Die Priesterweihe empfing er 1987 im Dom von Mostar für das Bistum Trebinje-Mrkan.
Nach zwei Jahren als Kaplan in Toronto ging er nach Rom, wo er von 1989 bis 1991 im Päpstlichen Kroatischen Kolleg St. Hieronymus lebte. Anschliessend besuchte er die Päpstliche Diplomatenakademie. 1993 promovierte er an der Päpstlichen Lateranuniversität im Fach Kirchenrecht und trat im selben Jahr in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein.
In den folgenden Jahren war Rajič unter anderem in den päpstlichen Vertretungen im Iran sowie in Litauen, Estland und Lettland tätig. Zudem arbeitete er als Sekretär des stellvertretenden Kardinalstaatssekretärs Giovanni Battista Re. Ab 2003 war er als Prälat in der Präfektur des Päpstlichen Hauses tätig und an der Organisation päpstlicher Audienzen beteiligt.
Papst Benedikt XVI. ernannte ihn im Dezember 2009 zum Titularerzbischof von Sarsenterum und zum Apostolischen Nuntius in Kuwait, Bahrain und Katar sowie zum Apostolischen Delegaten auf der Arabischen Halbinsel. Die Bischofsweihe empfing er im Januar 2010 im Dom von Mostar durch Kardinal Tarcisio Bertone.
Im März 2010 wurde Rajič zusätzlich zum Apostolischen Nuntius im Jemen und in den Vereinigten Arabischen Emiraten ernannt. Papst Franziskus berief ihn 2015 zum Apostolischen Nuntius in Angola und São Tomé und Príncipe. 2019 folgten Ernennungen zum Apostolischen Nuntius in Litauen sowie später auch in Estland und Lettland.
Im März 2024 ernannte Papst Franziskus Rajič zum Apostolischen Nuntius in Italien und San Marino. Neben Englisch und Kroatisch spricht der neue Präfekt des Päpstlichen Hauses auch Französisch, Italienisch und Spanisch.
Die Ernennung wurde insbesondere in Doljani, dem Herkunftsort seiner Familie in Bosnien und Herzegowina, mit grosser Freude aufgenommen.