In Kroatien sind im vergangenen Jahr 32'936 Kinder geboren worden – 361 mehr als 2024. Gleichzeitig ist jedoch auch die Zahl der legalen Schwangerschaftsabbrüche gestiegen. Dies geht aus dem aktuellen Gesundheitsstatistischen Jahrbuch des Kroatisches Institut für öffentliche Gesundheit (HZJZ) hervor.
Trotz des leichten Anstiegs bei den Geburten bleibt die langfristige demografische Entwicklung negativ. Im Vergleich zu 2015 wurden im vergangenen Jahr 4'316 Kinder weniger geboren.
Die meisten Geburten verzeichneten das Universitätsklinikum Split mit mehr als 4'000 sowie das Universitätsklinikum Zagreb mit rund 3'000 Neugeborenen. Insgesamt kamen 474 Zwillingspaare und zwei Drillingsgeburten zur Welt.
Rund 35 Prozent der Mütter waren zwischen 30 und 34 Jahren alt, knapp 29 Prozent zwischen 25 und 29 Jahren. Ausserdem wurden sieben Geburten von Mädchen unter 15 Jahren sowie acht Geburten von Frauen über 50 Jahren registriert.
Der Anteil der Kaiserschnittgeburten steigt weiter an. Im Jahr 2025 wurde nahezu jede dritte Geburt (29,7 Prozent) per Kaiserschnitt durchgeführt. 2018 lag dieser Anteil noch bei 24,4 Prozent.
Laut dem Jahrbuch wurden 2025 insgesamt 8'563 Schwangerschaftsabbrüche und Schwangerschaftsbeendigungen registriert. Darunter waren 1'759 Fehlgeburten, 3'170 legale Schwangerschaftsabbrüche sowie 3'634 weitere Schwangerschaftsbeendigungen, darunter Eileiterschwangerschaften.
Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der legalen Schwangerschaftsabbrüche um 342 Fälle zu.
Die meisten legalen Schwangerschaftsabbrüche wurden in der Stadt Zagreb (501) registriert, gefolgt von der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar (273), Istrien (249) und der Gespanschaft Zagreb (216). Die meisten Eingriffe erfolgten am Universitätsklinikum Zagreb, am Universitätsklinikum Rijeka sowie in den Krankenhäusern von Pula und Karlovac.
Im vergangenen Jahr wurden 206 legale Schwangerschaftsabbrüche bei Jugendlichen unter 19 Jahren registriert, darunter drei Fälle bei Mädchen unter 15 Jahren. Die grösste Gruppe der Frauen, die sich für einen legalen Schwangerschaftsabbruch entschied, war zwischen 30 und 39 Jahren alt.
Mehr als ein Drittel der Frauen, bei denen 2025 eine Fehlgeburt oder ein Schwangerschaftsabbruch verzeichnet wurde, hatte zuvor noch kein Kind geboren. Knapp zwei Drittel hatten bereits ein oder mehrere Kinder.