Wie gut beherrschen Jugendliche heute moderne Technologien? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines internationalen Wettbewerbs für Schüler in Peking. Schülerinnen und Schüler aus der kroatischen Stadt Vinkovci überzeugten mit zwei Projekten und gewannen Gold und Silber.
Die Goldmedaille erhielt ein Team mit einer selbst entwickelten Drohne. Hinter dem Projekt stehen viele Stunden Arbeit, zahlreiche Tests und mehrere Verbesserungen. Besonders anspruchsvoll war die Entwicklung der Propeller, erklärte Luka Rukavina, Schüler der Technischen Schule Ruđer Bošković in Vinkovci. Form und Präzision seien entscheidend für die Leistung der Drohne gewesen.
Sein Kollege Petar Bičanić erinnerte sich an einen schwierigen Start. Anfangs sei die Drohne schlecht geflogen, mehrmals mit der Decke kollidiert und habe häufig das Gleichgewicht verloren. Doch mit Geduld und Ausdauer gelang schliesslich der Durchbruch – und damit der erste Platz beim internationalen Wettbewerb.
Auch für die betreuenden Lehrpersonen kam der Erfolg überraschend. Man habe nicht mit einer Auszeichnung gerechnet, sagte Lehrer Danijel Pobi. Umso grösser sei die Freude gewesen, als der Name der Schule bei der Preisverleihung genannt wurde.
Neben Gold gab es für die Schule aus Vinkovci auch Silber. Die Schülerin Lana Mandić wurde für ihr Kryptografie-Projekt ausgezeichnet. Ihre Idee entstand aus dem Unterricht, in dem sie sich mit Sherlock Holmes und der sogenannten «Dancing Men»-Kryptografie beschäftigte. Daraus entwickelte sie ein Projekt, das sie mit Hilfe eines 3D-Druckers umsetzte.
Die Lehrpersonen betonen, dass solche Erfolge das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit und Förderung seien. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, logisch zu denken und kreative Lösungen zu entwickeln.
Der Erfolg in Peking zeigt, dass junge Menschen aus Kroatien mit ihren Ideen und technischen Kenntnissen auch international überzeugen können.