Die Stimme Kroatiens

11:18 / 12.04.2026.

Autor: Martina Perković

Božinović: Grenzen werden auch digital geschützt - Neues EES System

Neues EES System eingeführt
Od listopada nova pravila na granici s BiH zbog schengenskog EES sustava
Foto: HTV / HRT

Seit dem 10.04.2026 gelten neue Regeln an den Schengen-Außengrenzen. In der gesamten Europäischen Union hat schrittweise die Einführung eines digitalen Systems zur Erfassung von Ein- und Ausreisen begonnen. Die Stempelung von Reisedokumenten für Drittstaatsangehörige entfällt künftig – stattdessen werden alle Daten zu Ein- und Ausreisen elektronisch im sogenannten EES-System erfasst.

Das System registriert automatisch Datum und Ort der Ein- und Ausreise, die zulässige Aufenthaltsdauer sowie mögliche Einreiseverweigerungen. Die erlaubte Aufenthaltsdauer wird dabei mithilfe eines integrierten automatischen Berechnungssystems exakt bestimmt.


Dadurch wird eine präzisere Überwachung der Aufenthalte ermöglicht und die Sicherheit an den Außengrenzen der Europäischen Union weiter erhöht.


Die schrittweise Einführung begann bereits im Oktober vergangenen Jahres. Kroatien hat bislang mehr als 3,75 Millionen Datensätze von Drittstaatsangehörigen erstellt. 


Gesamtsicherheitsniveau erhöht


Innenminister Davor Božinović besuchte die Grenzpolizei am Flughafen Zagreb, wo ihm ein modernes Grenzkontrollsystem präsentiert wurde.


Er betonte, dass das System in erster Linie aus Sicherheitsgründen eingeführt wurde und eine solche Lösung bislang nicht existiert habe. Die Registrierung bei Ein- und Ausreise in die Europäische Union werde automatisch mit allen Polizeibehörden der Mitgliedstaaten geteilt.


Die Daten über Personen im EU-Gebiet seien von großer Bedeutung für die Sicherheit und stellten ein wertvolles Instrument für die Polizeiarbeit in der gesamten Union dar. Božinović erklärte zudem, dass das System bereits funktioniere, seine Entwicklung über Jahre hinweg vorbereitet wurde und Kroatien zu den führenden Ländern bei der Umsetzung aller erforderlichen Voraussetzungen gehöre.


Er erinnerte daran, dass das System seit dem 1. März vollständig in Betrieb sei – ohne Verzögerungen oder größere Schwierigkeiten. Anfangs könnten zwar kleinere Herausforderungen auftreten, diese würden jedoch die legale Einreise nach Kroatien nicht beeinträchtigen.


Abschließend betonte er, dass Grenzen heute nicht mehr nur physisch, sondern auch digital geschützt werden, was das allgemeine Sicherheitsniveau zusätzlich erhöhe.


„Diese Systeme erkennen gefälschte Dokumente oder verdächtige Personen. Früher konnten Mitglieder krimineller Organisationen mit ausgeklügelten Methoden mehrere Pässe beschaffen und Grenzen überqueren. Heute ist das schlicht nicht mehr möglich. Es werden auch biometrische Daten erfasst, darunter Gesichtsbilder – und diese sind jederzeit für alle zuständigen Behörden sichtbar“, erklärte Božinović.

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