Die Stimme Kroatiens

09:09 / 07.02.2026.

Autor: Antunela Rajič

DOK-ING zeigt Interesse an Gredelj, Regierung sagt Unterstützung zu

Gredelj
Gredelj
Foto: Boris Kanazir / HRT

Nach über 130 Jahren droht der Zagreber Waggonfabrik TŽV Gredelj ein Produktionsstopp. Auslöser ist eine Mitteilung auf dem Werksgelände, wonach die Produktion dauerhaft eingestellt werde. Die Unternehmensleitung spricht hingegen von einer Anpassung an die aktuelle Marktlage, nicht von einer Schliessung.


Die Vereinigung der Arbeitnehmergewerkschaften (URSH) fordert die Regierung auf, aktiv bei der Suche nach einem neuen Investor zu helfen. Der Gewerkschaftspräsident Tomislav Rajković warnt, die Entscheidung zur Einstellung der Produktion sei weiterhin gültig und bisher nicht zurückgenommen worden. Kritisiert werden ausbleibende Investitionen sowie die Verlagerung von Aufträgen an Schwesterfirmen des slowakischen Eigentümers Tatravagonka.


Die Regierung betont die strategische Bedeutung von Gredelj. Der Verkehrsminister Oleg Butković erklärte, man werde Massnahmen prüfen und sowohl Arbeitsplätze als auch die industrielle Basis sichern. Wirtschaftsminister Ante Šušnjar hofft auf eine Übernahme durch einen neuen Eigentümer.


Interesse bekundet hat unter anderem das kroatische Technologieunternehmen DOK-ING. Firmengründer Vjekoslav Majetić bestätigte, dass frühere Übernahmepläne in neuer Form wieder aufgegriffen werden könnten.


Politische Unterstützung kommt auch aus dem Parlament. Most-Chef Nikola Grmoja bezeichnete Gredelj als strategisch wichtiges Unternehmen und warnte vor einem Verlust industrieller Souveränität.


Die Belegschaft hofft nun auf eine rasche Lösung, um die langjährige Produktion und Arbeitsplätze zu sichern.

Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram, TikTok i YouTube!