Die Stimme Kroatiens

14:16 / 21.02.2026.

Autor: Tonči Petrić

Geflügel-Großprojekt bei Sisak stößt auf Widerstand und rechtliche Hürden

Illustration
Chicken
Foto: Pixabay / Pixabay

Der Gespan des Landkreises Sisak-Moslavina, Ivan Celjak, äußerte sich am Freitag zu den wachsenden Bedenken hinsichtlich der Pläne für einen großen integrierten Geflügelproduktionskomplex in der Nähe der Stadt Sisak.

Das Projekt, das durch Investitionen von mehr als 600 Millionen Euro eines ukrainischen Unternehmens unterstützt wird, hat aufgrund potenzieller Umwelt- und Sicherheitsrisiken erheblichen öffentlichen Widerstand hervorgerufen. Anwohner und Umweltgruppen äußerten Sorgen über Luft- und Wasserverschmutzung, Geruchsbelästigung sowie über die Auswirkungen auf die lokale Landwirtschaft und die Gemeinden.


„Hühnerfarmen werden nicht in die Änderungen des Raumordnungsplans der Gespanschaft Sisak-Moslavina aufgenommen. In Bezug auf die Stadt Sisak hat die Gespanschaft eine klare fachliche Stellungnahme abgegeben. Wir haben außerdem eine separate Stellungnahme zur Umweltverträglichkeitsstudie eingereicht, die unserer Ansicht nach nicht dem Gesetz entspricht, da das vorgeschlagene Projekt im Widerspruch zum Raumordnungsplan der Stadt Sisak steht. Praktisch bedeutet dies, dass es keine rechtliche Grundlage für den Bau der Fabrik innerhalb der Stadt Sisak gibt. Daher besteht auch kein Bedarf für Hühnerfarmen an anderen Standorten in der Gespanschaft“, erklärte Celjak.


Die Kontroverse hat bereits öffentliche Aktionen ausgelöst; für Samstag ist in Zagreb eine Protestveranstaltung geplant, um Widerstand gegen das Projekt zu bekunden.


Der vorgeschlagene Geflügelkomplex ist Teil eines breiteren Trends in Europa hin zu großflächiger, industrialisierter Landwirtschaft. Während Investoren argumentieren, dass solche Projekte Arbeitsplätze schaffen und die lokale Wirtschaft stärken, warnen Kritiker, dass die ökologischen, sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen erheblich sein können – insbesondere in Regionen mit kleineren Gemeinden und empfindlichen Ökosystemen.


Quelle: HRT

Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram, TikTok i YouTube!