Die Stimme Kroatiens

21:48 / 14.11.2018.

Autor: Martina Perković

Kroatische Präsidentin beim Wirtschaftsgipfel in Berlin

Kolinda Grabar-Kitarović beim Wirtschaftsgipfel in Berlin (Foto: HRT)
Croatian President Kolinda Grabar Kitarović (Screenshot: HRT)
Foto: - / HRT

Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar - Kitarović sprach beim dreitätigen Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung in Berlin. Sie betonte die Schönheit Kroatiens und die Offenheit für Investitionen.

Des Weiteren sprach Grabar - Kitarović auch über die Probleme seit dem Verteidigungskrieg, die Probleme der Bürokratie in Kroatien und der Wirtschaft und das wohl schwerste Problem, die Auswanderung. Dies stünde ihrer Meinung nach auch in direkter Verbindung mit dem europäischen Freizügigkeitsabkommen. Auch die von der Regierung angekündigte Steuerreform sowie die Drei Meere Initiative lobte sie.

Ebenfalls sprach sie im Vorfeld mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

„Zum ersten Mal haben Kanzlerin Merkel und ich die Möglichkeit gehabt wirklich lange über wichtige Themen zu sprechen wie zum Beispiel persönliche Themen wie die Lage der Frauen innerhalb der Politik aber auch über unsere bilateralen Beziehungen, und was ich bereits hier erwähnte, die Probleme auf die deutsche Investoren in Kroatien treffen. Ich habe betont, dass wir von den Deutschen wie auch von anderen EU Staaten sowie der NATO viel mehr Investitionen erwarten. Wir werden oft wegen Investitionen aus anderen Ländern kritisiert, jedoch ist uns nicht die Währung wichtig, sondern das alles mit rechten Dingen zugeht", so die Präsidentin. Weiters sagte sie, dass sie mit der Kanzlerin nicht immer einer Meinung sei aber diese wegen ihrer jahrelangen Arbeit in der Politik respektiere.

Ausserdem hatte Grabar – Kitarović während des Galadinners die Gelegenheit mit der serbischen Premierministerin Ana Brnabić zu sprechen.

"Unser erstes Treffen, das muss ich sagen egal wie in Kroatien darauf reagiert wird, war ausgezeichnet. Ani Brnabic ist die Zukunft der serbisch-kroatischen Beziehungen sehr wichtig, und ich hoffe, dass wir uns in dieser Richtung weiter mit den brennenden Problemen in der Region Südosteuropa befassen werden", sagte die kroatische Präsidentin.

Abschliessend wies sie darauf hin, dass es für den Versöhnungsprozess gut wäre, wenn Milorad Pupovac an der Kommemoration der Stadt Vukovar teilnehmen würde.

"Ich würde es an seiner Stelle tun", sagte Graber - Kitarović, der noch erwähnte, dass sie mit der serbischen Premierministerin Brnabić über das Projekt des Wiederaufbaus der Eisenbahn von Zagreb nach Belgrad gesprochen habe.

Der Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung wurde zum zwölften Mal in Folge abgehalten. Auch dieses Jahr waren wieder einige hochrangige Politiker sowie Personen aus der Wirtschaft anwesend.

Quelle: HRT

Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram, TikTok i YouTube!