Die kroatische Regierung hat der staatlichen Bahninfrastrukturgesellschaft HŽ Infrastruktura die Genehmigung zur Aufnahme eines Kredits in Höhe von 30 Millionen Euro erteilt. Mit den Mitteln sollen vor allem Projekte finanziert werden, die aus EU-Programmen kofinanziert werden, daneben aber auch weitere Investitionsvorhaben sowie laufende finanzielle Verpflichtungen des Unternehmens.
Wie die Regierung mitteilte, wird der Kredit in Form einer revolvierenden Kreditlinie bei der Zagrebačka banka aufgenommen. Ziel ist es, die notwendige Liquidität sicherzustellen und die Dynamik bei der Umsetzung laufender Projekte aufrechtzuerhalten. Dadurch sollen sowohl EU-finanzierte Vorhaben als auch andere Infrastrukturprojekte ohne Verzögerungen fortgeführt und finanzielle Verpflichtungen fristgerecht erfüllt werden.
HŽ Infrastruktura ist für den Ausbau, die Modernisierung und die Instandhaltung des kroatischen Schienennetzes verantwortlich. Das Unternehmen setzt derzeit zahlreiche Projekte um, die teilweise aus europäischen Fördermitteln finanziert werden. Um diese Mittel abrufen zu können, ist häufig eine Vorfinanzierung oder die Sicherstellung ausreichender Liquidität erforderlich.
Neben der Bahninfrastrukturgesellschaft erhielt auch die Stadt Novigrad die Zustimmung der Regierung für eine Kreditaufnahme. Das Darlehen beläuft sich auf 513.000 Euro und ist für den Bau von Zufahrtsstraßen vorgesehen. Mit der Investition soll die Verkehrsinfrastruktur in der Stadt weiter verbessert und die Erschließung einzelner Bereiche erleichtert werden.
Mit den beiden Beschlüssen schafft die Regierung die finanziellen Voraussetzungen für die Fortführung wichtiger Infrastrukturprojekte auf nationaler und kommunaler Ebene. Während bei HŽ Infrastruktura vor allem die Umsetzung umfangreicher Investitionen in das Eisenbahnnetz im Mittelpunkt steht, soll Novigrad mit dem Kredit den Ausbau seiner lokalen Verkehrsanbindung vorantreiben.