Die Stimme Kroatiens

22:31 / 23.08.2026.

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500 Opfer aus Massengräbern in Slowenien in Donji Macelj beigesetzt

Macelj: Ukop 500 hrvatskih žrtava preuzetih iz Slovenije
Macelj: Ukop 500 hrvatskih žrtava preuzetih iz Slovenije
Foto: HTV / HRT

Die sterblichen Überreste von 500 Menschen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs getötet worden waren, sind am Sonntag bei der Gedenkkirche der Passion Christi in Donji Macelj beigesetzt worden. Die Opfer waren vor zehn Jahren aus vier Massengräbern in Slowenien exhumiert worden. Im Mai dieses Jahres wurden ihre sterblichen Überreste von Kroatien übernommen.

Die Gedenkmesse und die Beisetzungszeremonie leitete der kroatische Militärbischof Jure Bogdan. Er betonte die Bedeutung einer sachlichen Aufarbeitung der Vergangenheit.


„Eine reife Gesellschaft hat keine Angst vor Archiven, wissenschaftlicher Forschung oder Fakten. Wir suchen die Wahrheit nicht, um neue Spaltungen zu schaffen, sondern damit Familien Antworten erhalten, damit den Verstorbenen, wo immer möglich, ihre Namen zurückgegeben werden und damit die Gemeinschaft zu einer gerechteren und friedlicheren Erinnerung findet“, sagte Bogdan.


Der Minister für kroatische Veteranen, Tomo Medved, erklärte, über die Verbrechen totalitärer Regime müsse auf Grundlage von Fakten gesprochen werden – ohne Angst und ohne irgendein Verbrechen zu relativieren. Die Opfer dürften nicht vergessen und die Verbrechen nicht verschwiegen werden.


Auch der stellvertretende Parlamentspräsident und Vorsitzende der Kommission zur Klärung des Schicksals der Opfer von Verbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg, Ivan Penava, nahm an der Zeremonie teil. Er verwies darauf, dass viele der Opfer mit gefesselten Händen aufgefunden worden seien und Spuren von Gewalteinwirkung aufgewiesen hätten. Zugleich erinnerte er daran, dass es sowohl in Slowenien als auch in Kroatien noch zahlreiche nicht vollständig untersuchte Grabstätten gebe.


Mirko Ivanjek vom Verein „Macelj 1945“ hob die Bedeutung von Gebet und Vergebung hervor. Gewalt könne niemals der richtige Weg sein, sagte er und erklärte, er bete auch für jene, die für die damaligen Verbrechen verantwortlich gewesen seien.


Die sterblichen Überreste der 500 Opfer wurden in 81 Särgen in einem gemeinsamen Grab bei der Gedenkkirche in Macelj beigesetzt. Die Zahl der Särge symbolisiert die 81 Jahre seit den Ereignissen des Jahres 1945.

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