Minority SafePack (Foto: www.minority-safepack.eu) Minority SafePack (Foto: www.minority-safepack.eu)

Vertreter der europäischen Minderheit unter Federführung der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen konnten mehr als 1 Million 200.000 Unterschriften einsammeln, was einen großen Erfolg darstellt, während in Österreich die erwarteten 13.000 Unterschriften für die Minority SafePack Initiative nicht eingesammelt werden konnten.

Auf die Frage, aus welchen Gründen in Österreich nicht mehr Unterschriften eingesammelt werden konnte, sagte Gabriela Novak-Karall folgendes:

„Wir haben festgestellt, dass wir als Minderheit keine politischen Strukturen besitzen und dass sehr schwer war sich bis zur Mehrheit im Volke, in den Medien zu Persönlichkeiten vorzudringen, die diese Botschaft und Initiative in die Öffentlichkeit tragen würden. Wir haben nicht das erreicht, was wir uns als Ziel festgesetzt hatten. Wir erreichten in Österreich nur 9 Tausend 700 Unterschriften. Aber wir sind aber natürlich zufrieden. Da die ganze Initiative mehr als 1 Million 200.000 Unterschriften in der ganzen europäischen einsammeln konnte, was für uns einen großen Erfolg darstellt.“

Illustration (Foto: www.minority-safepack.eu)

Zum jetzigen Zeitpunkt werden die Signaturen aller Unterschriften überprüft. Jedes Land, in dem die Unterschriften gesammelt wurden, muss dieses Verfahren durchführen. Danach werden all diese Signaturen nach Brüssel weitergeleitet, wo die Europäische Kommission und das Europäische Parlament innerhalb von drei Monaten ihre Meinung zu der Initiative äußern muss.

Formular der Europäischen Bürgerinitiative (Foto:www.minority-safepack.eu)

Im Hinblick auf die nächsten Schritte der Bürgeriniativein in der Zukunft, sagte Novak-Karall: 

„Auf der anderen Seite hatten wir auch positive Erfahrungen und Nachwirkungen mit dieser Initiative. Es konnte sich eine Gemeinschaft von einer Gruppe von Leuten bilden und zu einem gemeinsamen Thema zusammenfinden. Wenn wir uns organisieren und einstimmig sind, konnten wir zeigen, dass wir doch etwas bewegen können. Zweitens im Hinblick, dass wir schwer zu einer Medienpräsenz gekommen sind und zu politischen Persönlichkeiten, die mit Fragen umgehen die für uns aktuell sind, zum Beispiel das zweisprachige Schulsystem in Wien oder die Förderung von Publizistik der Minderheiten, Medien usw. Schlichtweg, dass wir den Aufschwung der bisherigen Initiative mit uns nehmen und dass wir die Initiative weiterverfolgen. An und für sich ist die initiative nicht zu Ende, sondern im konkreten Fall wird mit der Arbeit begonnen.“

Die europäische Bürgerinitiative hat sich ein hohes Ziel gesetzt. Höhere Standards für den Schutz der Minderheiten und die Erhaltung von Minderheitensprachen. Gerade das kroatische Zentrum in Wien wurde mit Plakaten mit der Aufschrift "Meine Sprache ist Teil der Vielfalt Europas" beklebt. Möglicherweise sind sich die Burgenlandkroaten dieses Themas nach der gescheiterten Bürgernitiative in Österreich, aber einer erfolgreichen Bürgerinitiatve auf EU-Ebene, mehr als zu vor bewusst.