Ausgrabungen in Zagreb (Foto: Patrik Macek/PIXSELL) Ausgrabungen in Zagreb (Foto: Patrik Macek/PIXSELL)

Bei einer archäologischen Ausgrabung im Regierungsgebäude in der Oberstadt von Zagreb wurden 3.000 Jahre alte Artefakte entdeckt. Die Entdeckungen beweisen, dass es an dieser Stelle eine menschliche Siedlung gab, die von prähistorischen Zeiten bis heute Kontinuität hatte. Die archäologischen Funde wurden bei Sanierungsarbeiten im Innenhof entdeckt, nachdem das Regierungsgebäude beim Erdbeben vom 22. März letzten Jahres beschädigt wurde.

"Anhand von Beweisen auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern können wir sehen, dass menschliche Aktivitäten in diesem Bereich der Stadt in den letzten 3.000 Jahren ununterbrochen stattgefunden haben. An dieser Stelle wurden prähistorische Objekte aus der Eisenzeit gefunden, was auf eine große und wichtige prähistorische Siedlung an dieser Stelle hinweist. Die Untersuchungen werden im südlichen Teil des Hofes fortgesetzt und im Rahmen mit den restlichen Bemühungen für das Gebäude verbunden sein," sagte Premierminister Andrej Plenković.

Die Direktorin des kroatischen Instituts für Naturschutz, Tajana Pleše, präsentierte eine vorläufige Analyse der archäologischen Grabungen. Es wurden Artefakte aus der frühen Eisenzeit ca. 700 bis 600 Jahren v. Chr., sowie Artefakte aus der späten Eisenzeit aus dem 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr. gefunden.

Der Leiter des Ausgrabungsteams, der Archäologe Petar Sekulić, erklärte, dass diese archäologische Stätte auch Artefakte aus dem Mittelalter enthält. Es wurde eine Münze aus dem Jahr 1280, sowie eine hölzerne Speisekammer aus dem 14. Jahrhundert entdeckt.

Quelle: HRT