Die kroatische Hauptstadt begeht heute ihren Stadttag mit einem vielseitigen Festprogramm. Im Mittelpunkt stehen die Verleihung der Auszeichnungen der Stadt Zagreb, kulturelle Veranstaltungen sowie die Feierlichkeiten zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt, der Muttergottes vom Kamenita vrata (Steintor).
In der Alten Rathaushalle wurden die traditionellen Auszeichnungen der Stadt Zagreb an 15 Persönlichkeiten und Institutionen verliehen. Geehrt wurden Menschen und Organisationen aus den Bereichen Kultur, Sport, Wissenschaft und Zivilgesellschaft für ihre herausragenden Leistungen und ihren Beitrag zur Entwicklung der Metropole.
Zu den Preisträgerinnen zählt auch die kroatische Skirennfahrerin Zrinka Ljutić. Sie bezeichnete die Ehrung als besondere Anerkennung, insbesondere angesichts der zahlreichen renommierten Wissenschaftler, Künstler und Fachleute, mit denen sie die Auszeichnung teile.
An der Feier nahmen Staatspräsident Zoran Milanović, Premierminister Andrej Plenković, Zagrebs Bürgermeister Tomislav Tomašević sowie mehrere Minister teil. In ihren Ansprachen hoben sie die Bedeutung Zagrebs als politisches, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum Kroatiens hervor.
Milanović bezeichnete Zagreb als eine „historische, territoriale und kulturelle Synthese des Kroatentums“. Die Stadt sei einzigartig, weil sie unterschiedliche Traditionen und Identitäten vereine und dennoch ihren Charakter bewahrt habe.
Bürgermeister Tomašević und Premierminister Plenković betonten die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Staat bei wichtigen Infrastrukturprojekten und beim Wiederaufbau nach dem Erdbeben. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass Herausforderungen wie der Verkehr und die Abfallentsorgung weiterhin zu den zentralen Zukunftsaufgaben der Stadt gehören.
Der Stadttag fällt traditionell mit dem Gedenktag der Schutzpatronin Zagrebs, der Muttergottes vom Steintor, zusammen. Zahlreiche Gläubige nahmen bereits am Morgen an Gottesdiensten teil. Am Abend folgen eine feierliche Messe im Zagreber Dom sowie die traditionelle Prozession durch die Innenstadt, bevor das Marienbild an seinen angestammten Platz am Steintor zurückgebracht wird.
Neben den offiziellen Feierlichkeiten erwartet die Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste der Stadt den ganzen Tag über ein kulturelles und unterhaltsames Rahmenprogramm.
.