Die Stimme Kroatiens

15:47 / 05.11.2025.

Autor: Antunela Rajič

WTM London: Neue Trends im Welttourismus

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Foto: -- / Shutterstock

An der Tourismusmesse WTM London wurden neue Trends und Prognosen im Tourismus vorgestellt.


Laut dem WTM Global Travel Report, erstellt von Oxford Tourism Economics und WTM, werden besonders authentische Erlebnisse, weniger bekannte Reiseziele, grosse Events sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) das Reisen der Zukunft prägen.


Der weltweite Tourismus soll bis 2035 jährlich um rund 3,5 Prozent wachsen – deutlich schneller als die Weltwirtschaft, die ein Wachstum von etwa 2,5 Prozent erwartet.


„Das bedeutet, dass der Tourismus bis dahin weltweit mehr als 16 Billionen US-Dollar erreichen wird. Sein Anteil am globalen BIP könnte auf fast 12 Prozent steigen“, erklärte David Goodger, Generaldirektor für die EMEA-Region bei Oxford Tourism Economics.


Bereits 2025 soll die Zahl der internationalen Reisen mit über 1,5 Milliarden Ankünften den bisherigen Rekord von 2019 übertreffen. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehören Fernreisen, längere Aufenthalte, hohe Ausgaben trotz steigender Preise sowie Reisen zu Grossereignissen wie Konzerten oder Sportwettbewerben.


Ein neuer Trend ist das sogenannte „Coolcationing“ – Reisen in kühlere Regionen, um der Sommerhitze zu entfliehen. Besonders Skandinavien könnte dadurch deutlich an Beliebtheit gewinnen.


Auch wenn viele Menschen weiterhin bekannte Orte wie Dubai oder Bangkok besuchen, werden neue Destinationen wie Albanien oder El Salvador immer gefragter.


Die Technologie spielt auch eine immer grössere Rolle: digitale Plattformen, Reise-Apps und biometrische Daten erleichtern das Reisen. KI wird laut Experten nicht zu weniger, sondern zu mehr Ausgaben für Reisen führen, da sie die Planung und Inspiration verbessert.


Die Kapazitäten in der Luftfahrt, auf Kreuzfahrtschiffen und in Hotels nehmen weiter zu. Für 2025 wird erwartet, dass die Kreuzfahrtbranche mit über 38 Millionen Passagieren neue Rekorde erreicht und 15 neue Schiffe in Betrieb gehen.


Auch im Hotelbereich wird kräftig investiert: Über 500'000 neue Zimmer sollen 2025 eröffnet werden, zusätzlich ist eine Million weitere in Bau.


Zukünftige Investitionen sollen nicht nur grösser, sondern auch nachhaltiger und inklusiver sein. Besonders erfolgreich werden Projekte sein, bei denen privates Kapital und öffentliche Interessen eng zusammenarbeiten – mit Fokus auf sozialen und ökologischen Nutzen.

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