Am 6. Januar feiert die katholische Kirche das Fest der Heiligen Drei Könige, auch bekannt als Erscheinung des Herrn, Epiphanie oder Dreikönigstag. Es gehört zu den ältesten christlichen Festen.
12:41 / 06.01.2026.
Autor: Antunela Rajič
Autor:
Antunela Rajič
Veröffentlicht:
06. Januar 2026, 12:41
Am 6. Januar feiert die katholische Kirche das Fest der Heiligen Drei Könige, auch bekannt als Erscheinung des Herrn, Epiphanie oder Dreikönigstag. Es gehört zu den ältesten christlichen Festen.
Nach dem Evangelium des Matthäus folgten drei Weise aus dem Osten dem Stern von Bethlehem. Er führte sie nach Bethlehem, wo sie dem neugeborenen Jesus ihre Ehre erwiesen. In der kroatischen Tradition markiert dieses Fest das Ende der Weihnachtszeit.
Im Evangelium werden die Weisen mit dem griechischen Wort „magoi“ bezeichnet. Das bedeutet unter anderem Gelehrte, Sterndeuter oder Weise. Wahrscheinlich stammten sie aus dem Gebiet des heutigen Persiens. Sie suchten nach Wahrheit und deuteten Zeichen in der Natur. Ihre Reise führte sie schliesslich zu Jesus.
Das Bild der drei Könige, wie wir es heute kennen, entstand im 3. Jahrhundert. Der Theologe Origenes deutete die Geschenke symbolisch:
Gold steht für Jesu königliche Würde,
Weihrauch für seine Göttlichkeit,
Myrrhe für sein menschliches Leiden und seinen Tod.
Der Kirchenlehrer Tertullian bezeichnete die Weisen erstmals als Könige, gestützt auf Texte aus dem Alten Testament. Im Mittelalter erhielten sie auch ihre Namen: Kaspar, Melchior und Balthasar. Diese Namen gehen auf Darstellungen in der Kunst zurück.
Die drei Könige gelten als Vertreter der damals bekannten Welt: Asien, Afrika und Europa. Deshalb wird einer von ihnen oft als dunkelhäutig dargestellt – als Zeichen dafür, dass alle Völker der Welt zu Christus gerufen sind. Häufig zeigen Darstellungen zudem einen jungen, einen erwachsenen und einen alten König. Damit soll betont werden, dass Menschen jeden Alters Jesus erkennen sollen.
Nach der biblischen Überlieferung besuchten die Könige zunächst König Herodes in Jerusalem. Er wollte erfahren, wo Jesus geboren wurde, um ihn töten zu lassen. Nach der Begegnung mit Jesus kehrten die Könige jedoch auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurück.
Der Tradition nach wurden ihre Reliquien später nach Köln gebracht, wo sie sich bis heute im Dom befinden. Melchior gilt als Schutzpatron der Reisenden und der Jugend, Balthasar als Schutzpatron von Menschen mit Epilepsie.
Der Dreikönigstag ist zugleich das Fest der Offenbarung Gottes im Menschen Jesus Christus. Er wird bereits seit dem 4. Jahrhundert als kirchlicher Feiertag begangen. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil endet die Weihnachtszeit mit dem Sonntag nach Epiphanie. Dieser Sonntag ist dem Fest der Taufe Jesu gewidmet, weshalb der Tag auch Wasserweihe genannt wird.
In vielen katholischen Regionen, auch in Kroatien, ist es Brauch, an diesem Tag Wasser zu segnen. Damit werden Häuser und Familien gesegnet. In Nordwestkroatien war besonders der sogenannte „Križec“, der Haussegen durch den Priester, verbreitet. Die Familie versammelte sich, das Haus wurde vorbereitet, und der Priester wurde anschliessend bewirtet.
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