Kroatien erlebt in den kommenden Tagen den Höhepunkt der ersten Hitzewelle des Jahres. Für weite Teile des Landes gelten die höchsten Wetterwarnungen. Besonders entlang der Adriaküste sowie in der Region Zagreb warnt der kroatische Wetterdienst mit der roten Warnstufe vor extremer Hitze. Die Temperaturen können heute auf bis zu 39 Grad steigen.
Bereits am Vormittag wurden an mehreren Orten mehr als 33 Grad gemessen. Zu den heissesten Städten gehörten Ploče, Pazin, Šibenik, Osijek und Split. In Knin zeigte das Thermometer bereits 35 Grad.
Schon die Temperaturen am frühen Morgen liessen einen weiteren Hitzetag erwarten. Im Süden Kroatiens wurden vielerorts bereits um 7 Uhr morgens mehr als 30 Grad gemessen. Den höchsten Wert registrierte Dubrovnik mit 30,8 Grad, gefolgt von Lastovo mit 30,4 Grad sowie dem Flughafen Split mit 30 Grad. Auf dem Marjan in Split wurden 29,8 Grad gemessen.
Deutlich kühler blieb es in den höher gelegenen Regionen. Die tiefste Temperatur wurde in Crni Lug im Nationalpark Risnjak mit 13,6 Grad registriert. Auch in Lika sorgten Werte zwischen 17 und 18 Grad für vergleichsweise angenehme Bedingungen. In Zagreb wurden am Morgen je nach Messstation zwischen 21,7 und 24,2 Grad gemessen.
Die anhaltende Hitze treibt sowohl Einheimische als auch Touristen ans Wasser. In Bjelovar suchten zahlreiche Besucher auf den städtischen Freibädern Abkühlung. Bereits am Vormittag lagen die Temperaturen dort bei über 30 Grad. Schwimmbecken, Duschen, Schattenplätze und ausreichend Flüssigkeit boten Schutz vor der intensiven Sonneneinstrahlung. Innerhalb von weniger als zwei Wochen wurden die Freibäder bereits von mehr als 8000 Gästen besucht.
Auch an der Adriaküste herrscht reger Betrieb. In der Fährhafenanlage von Split ist das Verkehrsaufkommen seit Tagen deutlich erhöht, da viele Urlauber und Tagesgäste die Küste aufsuchen.
Für die Regionen Zagreb, Rijeka, Split und Dubrovnik gilt am Sonntag die höchste Warnstufe des kroatischen Wetterdienstes. In den übrigen Landesteilen besteht eine orange Warnung wegen gefährlicher Hitzebelastung.
Die aussergewöhnlich hohen Temperaturen sind Teil einer Hitzewelle, die weite Teile Europas erfasst hat. Auch in mehreren anderen Ländern wurden in den vergangenen Tagen neue Temperaturrekorde gemessen. In Tschechien stieg das Thermometer auf 40,6 Grad, in Deutschland wurde mit 41,5 Grad ein neuer Höchstwert registriert.