Die Stimme Kroatiens

17:03 / 27.10.2023.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Kroatien befindet sich unter den EU-Ländern mit den niedrigsten Gas- und Strompreisen

Illustration
Koji je energent najjeftiniji za kućanstva i je li isplativo kombinirati energente?
Foto: Ilustracija / Shutterstock

In Kroatien zahlten Haushalte im ersten Halbjahr2022, inklusive aller Abgaben, durchschnittlich 14,8 Euro für Strom pro 100 Kilowattstunden. 

Kroatien gehörte mit 4,1 Euro für 100 Kilowattstunden auch zu der Gruppe der Länder mit dem niedrigsten durchschnittlichen Gaspreis. Lediglich in Ungarn war der Gaspreis niedriger. Dort betrug er 3,4 Euro.

Die Haushalte in der EU mussten laut Eurostat im ersten Halbjahr dieses Jahr den höchsten Preis für Gas und Strom, aufbringen. 


Kroatien gehörte zu den Ländern mit den niedrigsten Preisen. Sie lagen deutlich unter dem europäischen Durchschnitt.


Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte in der EU stieg im ersten Halbjahr im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um 14,2 Prozent und erreichte damit laut Eurostat 28,9 Euro pro 100 Kilowattstunden.


Im zweiten Halbjahr 2022 stieg er um 19,8 Prozent an.


Der durchschnittliche Gaspreis war im Zeitraum Januar bis Juni um 37,7 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum und betrug 11,87 Euro pro 100 Kilowattstunden.


Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres stieg er um etwas mehr als 45 Prozent an.


Die Preise beider Energieprodukte seien auf dem höchsten Niveau seit der Veröffentlichung der Daten durch Eurostat, heißt es in dem Bericht des Europäischen Statistikamtes.


Der Preisanstieg in diesem Jahr spiegle den starken Anstieg des Erdgaspreises vor dem Hintergrund reduzierter Importe aus Russland und der Suche nach anderen Lieferanten wider.


Viele Regierungen haben verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den Druck hoher Rechnungen auf die Verbraucher zu verringern.


Eurostat stellte unter anderem fest, dass aufgrund staatlicher Fördermaßnahmen der Anteil der Steuern und Abgaben für den Gas- und Stromverbrauch zunächst gesunken sei.


Bei den Stromrechnungen seien die Steuern und Abgaben von 23 auf 19 Prozent gesunken. Bei den Gaspreisen von 27 auf 19 Prozent.


Allerdings begannen die Regierungen, ihre Unterstützung zu verringern, was sich wiederum auf die Preise auswirkte.


Die Niederlande haben Steuererleichterungen gestrichen und die Stromabgaben verdoppelt, sodass die Stromrechnungen der Haushalte zehnmal höher waren als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was den größten Anstieg in der EU darstellt.


Auch sind die Stromrechnungen in Litauen (um 88 Prozent), Rumänien (um 77 Prozent) und Lettland (um 74 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.


Am stärksten sanken die Strompreise für Haushalte dagegen in Spanien; und das um 41 Prozent. Gefolgt von Dänemark mit einem Preisverfall von 16 Prozent.


In Kroatien zahlten Haushalte im ersten Halbjahr, inklusive aller Abgaben, durchschnittlich 14,8 Euro für Strom pro 100 Kilowattstunden. Das sind 9,3 Prozent mehr als im selben Vorjahreszeitraum. Im zweiten Halbjahr 2022 war Strom um 12,6 Prozent teurer.


Ähnlich sah es auch in Malta aus, wo der Preis für 100 Kilowattstunden für Haushalte im ersten Halbjahr bei etwas weniger als 13 Euro lag.


Den niedrigsten Durchschnittspreis, ausgedrückt in Euro, zahlten Haushalte in Bulgarien und Ungarn mit 11,4 bzw. 11,6 Euro für 100 Kilowattstunden.


Den höchsten Preis zahlten niederländische und belgische Haushalte mit 47,5 bzw. 43,5 Euro für 100 Kilowattstunden. Rumänien und Deutschland lagen dicht beieinander. Hier beliefen sich die Kosten laut Eurostat durchschnittlich bei 42 bzw. 41,3 Euro.


Eurostat kam zu dem Schluss, dass Gas im ersten Halbjahr für Haushalte in 20 EU-Ländern teurer war als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.


Kroatien gehört zusammen mit Italien und Estland zur Gruppe der drei Länder mit leicht niedrigeren Preisen. Und das um 0,6 bis 0,5 Prozent.


In Litauen blieben die Preise auf dem Niveau des ersten Halbjahres des vergangenen Jahres.


Am stärksten stiegen die Gaspreise für Haushalte in Lettland und Rumänien an. Dort haben sie sich mehr als verdoppelt. 


In Österreich und den Niederlanden waren sie doppelt so hoch, während sie in Irland um 73 Prozent gestiegen waren.


Kroatien gehört mit 4,1 Euro für 100 Kilowattstunden auch zu der Gruppe der Länder mit dem niedrigsten durchschnittlichen Gaspreis für Haushalte im ersten Halbjahr. Lediglich in Ungarn war der Gaspreis niedriger. Dort betrug er 3,4 Euro.


Das teuerste Gas zahlten Haushalte in den Niederlanden und Schweden, wo es laut Eurostat-Daten 24,8 bzw. 21,9 Euro kostete.


Quelle: V.K./Hina/HRT 

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