Kroatien wird die Wahlen zu den Nationalräten der nationalen Minderheiten in Serbien am 8. November aufmerksam verfolgen. Außenminister Gordan Grlić Radman betonte die Bedeutung freier, fairer und transparenter Wahlen, damit die kroatische Minderheit ihre garantierten Rechte wahrnehmen kann.
Anlässlich der bevorstehenden Wahlen traf Grlić Radman in Zagreb mit Jasna Vojnić zusammen, der bisherigen Präsidentin des Kroatischen Nationalrats (HNV) und Spitzenkandidatin der Liste „Hrvatska nacionalna vizija“. Bei den Direktwahlen werden 23 Mitglieder des Kroatischen Nationalrats gewählt. Die Amtszeit beträgt vier Jahre.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Minderheitenrechte der Kroaten in Serbien sowie die Herausforderungen, mit denen die Gemeinschaft konfrontiert ist. Kroatien werde insbesondere die Umsetzung der Rechte in den Bereichen Bildung, Information und amtliche Verwendung der kroatischen Sprache sowie die politische Vertretung und die Einhaltung des bilateralen Minderheitenschutzabkommens beobachten, erklärte Grlić Radman.
Zudem forderte er die zuständigen serbischen Behörden auf, angemessen auf Hassreden und Bedrohungen der Sicherheit der kroatischen Gemeinschaft zu reagieren.
Jandroković hofft auf bessere Beziehungen
Auch Parlamentspräsident Gordan Jandroković äußerte sich zur Lage in Serbien. Kroatien verfolge die politische Entwicklung nach den Wahlen aufmerksam und mit Vorsicht. Er hoffe, dass sich die bilateralen Beziehungen nach der Bildung einer neuen serbischen Regierung verbessern werden.
Jandroković unterstrich die Bedeutung eines demokratischen Wahlumfelds und einer verantwortungsvollen Interessenvertretung der kroatischen Minderheit. Die gute Organisation und die unterschiedlichen beruflichen Hintergründe ihrer Vertreter stimmten ihn optimistisch. Dies könne sich auch positiv auf die Stellung der kroatischen Minderheit in Serbien auswirken.