Vom 5. bis 8. November findet im argentinischen Córdoba das neunte Treffen der kroatischen Diaspora Südamerikas statt. Erwartet werden mehr als 500 Teilnehmer aus mindestens zehn Ländern. Im Mittelpunkt stehen die Pflege der kroatischen Identität, die Stärkung der Beziehungen zur Heimat und neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Unter dem Motto „Die Geschichte verbindet uns, die Zukunft ruft uns“ bietet das viertägige Treffen ein vielfältiges kulturelles, wissenschaftliches, religiöses und wirtschaftliches Programm. Ein Wirtschaftsforum soll insbesondere die Zusammenarbeit zwischen kroatischen Unternehmen und südamerikanischen Partnern fördern. Dabei wird auch das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur eine Rolle spielen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Geschichte der kroatischen Einwanderer in Córdoba. Mit der Enthüllung einer Gedenktafel am Kanal La Cañada wird an kroatische Steinmetze erinnert, die das Stadtbild mitgeprägt haben.
Diaspora wünscht sich stärkere Unterstützung
Neben dem kulturellen Austausch geht es auch um konkrete Anliegen der kroatischen Gemeinschaften. Dazu zählen mehr Kroatischlehrer, eine stärkere diplomatische Präsenz, die Möglichkeit der Briefwahl sowie Erleichterungen beim Erwerb der kroatischen Staatsbürgerschaft und bei der Rückkehr nach Kroatien.
Cristian Šprljan, Geschäftsführer des Organisationskomitees, betont, dass das Treffen langfristige Ergebnisse bringen soll. Ziel seien neue kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Projekte sowie engere Beziehungen zwischen Kroatien und Südamerika.
Das Treffen fällt zudem zeitlich mit der Südamerikareise von Papst Leo XIV. zusammen, der am 10. November Córdoba besuchen soll.