Der kroatische Minister für Demografie und Einwanderung, Ivan Šipić, hat bei einem Besuch in München staatliche Förderprogramme für Rückkehrer vorgestellt. Im Mittelpunkt standen die stärkere Einbindung der kroatischen Diaspora und ihr Beitrag zur demografischen Entwicklung Kroatiens.
Unter dem Titel „Heimat – Türen weit geöffnet“ informierte Šipić über Maßnahmen seines Ministeriums, die die Rückkehr kroatischer Auswanderer erleichtern und ihre Integration in die kroatische Gesellschaft unterstützen sollen.
Dabei ging er insbesondere auf Fördermöglichkeiten für Rückkehrer, die Unterstützung von Familien sowie Programme zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Eingliederung von Auswanderern und deren Nachkommen ein.
Zu den vorgestellten Maßnahmen gehören auch Förderprogramme für zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Rückkehr und Integration einsetzen, sowie Stipendien für das Erlernen der kroatischen Sprache in Kroatien.
„Kroatien hat Sie nicht vergessen. Sie sind nicht nur Teil unserer Vergangenheit, sondern auch eines der größten Potenziale für unsere Zukunft“, erklärte Šipić. Ziel sei es, die Rückkehr zu einer realistischen Lebensentscheidung zu machen und dafür geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Kroatischen Katholischen Gemeinde München, dem Akademischen Kreis und dem kroatischen Generalkonsulat. Unter den Teilnehmern waren der kroatische Generalkonsul Vladimir Duvnjak, der Konsul von Bosnien und Herzegowina Dragan Bagarić sowie Vertreter kroatischer Organisationen in München.
Im Rahmen seines Aufenthalts traf Šipić außerdem den Leiter der Kroatischen Katholischen Mission Augsburg, Fra Ivan Čilić. Bei weiteren Gesprächen mit Vertretern der kroatischen Gemeinschaft in Bayern standen die Bedürfnisse und Herausforderungen der dort lebenden kroatischen Auswanderer im Mittelpunkt.