Die Stimme Kroatiens

20:50 / 19.10.2026.

Autor: Antunela Rajič

Kroatien warnt vor Reisen nach Frankreich: Was Reisende wissen sollten

Proteste in Frankreich
Proteste in Frankreich
Foto: Abdul Saboor / REUTERS

Das kroatische Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten hat angesichts der verschärften Sicherheitslage und gewalttätiger Proteste eine Reisewarnung für Frankreich ausgesprochen. Kroatischen Staatsangehörigen wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Sie sollten grössere Menschenansammlungen meiden und die Anweisungen der französischen Behörden befolgen.



Die Proteste eskalierten am vergangenen Wochenende zu gewaltsamen Ausschreitungen. Tausende Menschen wurden festgenommen. Zudem kam es zu Zusammenstössen mit der Polizei und Angriffen auf Geschäfte.


Kroatien ruft zu erhöhter Vorsicht auf

Das kroatische Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten empfiehlt kroatischen Staatsangehörigen, die sich bereits in Frankreich aufhalten oder eine Reise dorthin planen, Orte mit grösseren Protestversammlungen zu meiden. Ausserdem sollten sie die offiziellen Mitteilungen und Anweisungen der zuständigen französischen Behörden regelmässig verfolgen. 

Die Proteste können zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, Einschränkungen des Zugangs zu bestimmten Gebieten und Störungen im öffentlichen Nahverkehr führen.



Gewaltsame Proteste und Tausende Festnahmen

Die Proteste in verschiedenen Teilen Frankreichs, ausgelöst durch hohe Preise und Unzufriedenheit mit dem Zustand der öffentlichen Dienstleistungen, eskalierten am Wochenende zu gewaltsamen Ausschreitungen.


Am Samstag wurde ein Rathaus in Brand gesetzt. Gewalttätige Gruppen lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Im Zusammenhang mit den Protesten wurden Tausende Menschen festgenommen. Auch mehrere Geschäfte wurden zum Ziel von Angriffen. Angesichts der Sicherheitsrisiken haben mehrere europäische Länder Reisewarnungen beziehungsweise Sicherheitshinweise für ihre Staatsangehörigen herausgegeben.



Auch andere europäische Länder warnen vor Risiken

Neben Kroatien haben auch Italien, Deutschland, Tschechien, Polen, die Niederlande sowie die nordischen Länder zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Italien empfiehlt seinen Staatsangehörigen, ihren Aufenthalt über eine Internetseite oder eine App zu registrieren, damit die zuständigen Stellen sie bei Bedarf lokalisieren können. 

Deutschland weist darauf hin, dass in den kommenden Tagen weitere Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können, und fordert Reisende auf, den Anweisungen der örtlichen Polizei zu folgen. 

Das tschechische Aussenministerium bewertet die Sicherheitslage als verschärft. Auch Polen und die Niederlande raten dazu, Protestveranstaltungen zu meiden. Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen empfehlen ihren Staatsangehörigen ebenfalls, vorsichtig zu sein und die Anweisungen der französischen Behörden zu beachten.



Was sollten Reisende aus Kroatien beachten?

Kroatischen Staatsangehörigen, die nach Frankreich reisen möchten oder sich bereits dort aufhalten, wird empfohlen, vor der Abreise und während ihres Aufenthalts die aktuellen Sicherheitshinweise des kroatischen Außenministeriums sowie die Informationen der zuständigen französischen Behörden zu verfolgen. Besondere Aufmerksamkeit sollte möglichen Änderungen im Verkehrsnetz, Bewegungseinschränkungen und angekündigten öffentlichen Versammlungen gelten.

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