Die Stimme Kroatiens

20:17 / 14.10.2026.

Autor: Tonči Petrić

Kroatien erweitert Förderprogramm für Kroaten in Bosnien-Herzegowina

Ante Šušnjar
Ante Šušnjar
Foto: Patrik Macek / Pixsell

Die kroatische Regierung hat ihr Förderprogramm für die kroatische Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina angepasst. Bei der heutigen Sitzung wurde beschlossen, die finanzielle Unterstützung für den Zeitraum 2025 bis 2027 gezielt auf Projekte zum Ausbau und zur Verbesserung der öffentlichen Unternehmensinfrastruktur auszurichten.


Das Förderprogramm für die kroatische Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina wurde für den Zeitraum 2025 bis 2027 mit dem Ziel aufgelegt, Projekte zu unterstützen, die zur wirtschaftlichen Entwicklung lokaler Gemeinden beitragen. Dazu gehören die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Förderung des Unternehmertums sowie die Stärkung der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklung in Gebieten mit kroatischer Bevölkerung.


Angesichts des weiterhin bestehenden Investitionsbedarfs im Bereich der Unternehmensinfrastruktur hat die kroatische Regierung eine Änderung des Programms beschlossen. Die Förderung soll insbesondere in den Bau, die Sanierung, die Ausstattung und Modernisierung sowie die Verbesserung der Funktionalität öffentlicher Unternehmensinfrastruktur fließen. Solche Investitionen können langfristig zur wirtschaftlichen Entwicklung lokaler Gemeinden beitragen.


Durch den Ausbau dieser Infrastruktur sollen bessere Voraussetzungen für unternehmerische Aktivitäten, neue Geschäftsmöglichkeiten und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Zugleich soll die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der betroffenen Gemeinden langfristig gestärkt werden.


Mit den Änderungen wird auch der Kreis der antragsberechtigten Stellen erweitert. Neben den Gespanschaften und Kantonen können künftig auch Städte und Gemeinden in Bosnien und Herzegowina Förderanträge einreichen. Sie dürfen mehrere Projekte vorschlagen und damit Unterstützung für mehr als ein Vorhaben erhalten.


Die Fördersumme pro Projekt bleibt unverändert und beträgt zwischen 50.000 und 290.000 €. Voraussetzung ist, dass das jeweilige Projekt unmittelbar zur Entwicklung der kroatischen Gemeinschaft und zur Stärkung des Unternehmertums in den Gebieten beiträgt, in denen Kroaten leben.


Ferner wird die Liste der nicht förderfähigen Aktivitäten erweitert. Dazu zählt etwa der Bau von Infrastruktur, die ausschließlich für ein bereits im Voraus festgelegtes Unternehmen bestimmt ist.


Für die Umsetzung des Programms stehen im Jahr 2026 insgesamt 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. Derselbe Betrag soll für 2027 bei der Ausarbeitung des Staatshaushalts für den Zeitraum 2027 bis 2029 vorgesehen werden.


Das kroatische Wirtschaftsministerium wird eine öffentliche Ausschreibung veröffentlichen, in der die Kriterien und Bedingungen für die Vergabe der Fördermittel detailliert festgelegt werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf eine ausgewogene regionale Entwicklung und die Qualität der eingereichten Projekte gelegt werden, erklärte Wirtschaftsminister Ante Šušnjar.

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