Mit einem überzeugenden 6:1 (10:2 gesamt) gegen Atalanta hat sich Bayern München gestern für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert. Doch trotz des deutlichen Erfolgs stand vor allem ein junger Spieler im Fokus: der Kroate Filip Pavić, der als jüngster Bayern-Debütant in der Champions League Geschichte schrieb.
Der talentierte Abwehrspieler wurde in der 72. Minute eingewechselt und ersetzte Josip Stanišić. Pavić spielt hauptsächlich als Innenverteidiger, kann aber auch als rechter Außenverteidiger oder defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt werden. Besonders hervorgehoben werden seine Spielintelligenz, körperliche Stärke und technische Fähigkeiten. Dass Bayern ihm bereits eine Chance gibt, zeigt sein großes Potenzial – auch wenn sich erst in Zukunft zeigen wird, ob er sich auf höchstem Niveau dauerhaft durchsetzen kann.
Kampf um das Nationalteam
Eine spannende Frage ist, für welche Nationalmannschaft Pavić künftig spielen wird. Sreten Ćuk, kroatischer U-15-Nationaltrainer, betonte in einem Interview mit „Sportske novosti“, dass der kroatische Verband den Spieler früh entdeckt habe:
„Wir haben Pavić zur kroatischen U15 eingeladen, er kam nach Ludbreg und hat sofort überzeugt. Für uns war klar: Das ist es. Wir beobachten viele Spieler aus der Diaspora, aber er war sofort gesetzt.“
Erst danach sei der deutsche Fußballverband auf ihn aufmerksam geworden. Pavić entschied sich schließlich für Einsätze in den deutschen Nachwuchsteams und spielt aktuell für die U16-Auswahl.
Entscheidung noch offen
Der kroatische Verband beobachtet Pavić weiterhin genau. Obwohl er derzeit für Deutschland aufläuft, ist ein Wechsel zur kroatischen Nationalmannschaft noch möglich. Die endgültige Entscheidung liegt beim Spieler und seiner Familie. Bis zu seinem ersten Einsatz für die A-Nationalmannschaft kann er sein sportliches Staatsbürgerrecht noch ändern.
Der Kampf um eines der vielversprechendsten Talente bleibt also offen – aktuell scheint Deutschland die Nase vorn zu haben.