In Možđenec bei Novi Marof sind am Samstag die sterblichen Überreste von 36 Opfern der Nachkriegszeit beigesetzt worden. Die Gebeine waren zuvor bei Untersuchungen und Exhumierungen an der Fundstelle Mostišće in Sudovec entdeckt worden.
19:37 / 23.05.2026.
Autor: Martina Perković

Autor:
Martina Perković
Veröffentlicht:
23. Mai 2026, 19:37
In Možđenec bei Novi Marof sind am Samstag die sterblichen Überreste von 36 Opfern der Nachkriegszeit beigesetzt worden. Die Gebeine waren zuvor bei Untersuchungen und Exhumierungen an der Fundstelle Mostišće in Sudovec entdeckt worden.
Wie das kroatische Ministerium für Veteranenangelegenheiten mitteilte, handelt es sich um die Überreste von 35 Männern und einer Frau. Nach ersten Erkenntnissen waren die meisten Opfer zwischen 20 und 45 Jahre alt. An den Skeletten wurden Spuren gefesselter Hände mit Draht, Schussverletzungen sowie Verletzungen durch stumpfe Gegenstände festgestellt.
Veteranenminister Tomo Medved erklärte, diese Funde seien ein stilles, aber starkes Zeugnis der Art und Weise, wie die Menschen getötet wurden. Zugleich würden sie deutlich auf die Verbrechen des kommunistischen Regimes hinweisen.
Medved betonte, Kroatien gehe systematisch und kontinuierlich der Aufarbeitung von Verbrechen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegsjahre nach. In den vergangenen zehn Jahren seien mehr als 630 Ermittlungen durchgeführt, 96 Standorte untersucht und die sterblichen Überreste von mindestens 2300 Opfern exhumiert worden.
Der Bürgermeister von Novi Marof, Siniša Jenkač, erklärte, die heutige Beisetzung sei ein Zeichen des Respekts gegenüber den Opfern und ihren Familien. Es sei die Pflicht der Gesellschaft, die Erinnerung an unschuldige Opfer zu bewahren und kommenden Generationen die Bedeutung von Wahrheit und Würde zu vermitteln.
Nach bisherigen Erkenntnissen zählt die Region Novi Marof zu den größeren Schauplätzen von Nachkriegsverbrechen in diesem Teil Kroatiens. Bisher wurden dort neun Massengräber entdeckt. Nach Angaben regionaler Vereinigungen sollen sich in der Gespanschaft Varaždin mehr als 60 Massengräber mit über 5300 Opfern befinden.
An der Zeremonie nahm auch der stellvertretende Parlamentspräsident Ivan Penava teil. Er sprach von einem wichtigen Schritt, um die Opfer zu identifizieren und ihnen nach Jahrzehnten ein würdiges Begräbnis zu ermöglichen.
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